DAS WUNDER DES WERDENDEN MENSCHEN

EINLEITUNG

Ehe Sie geboren werden, leben alle menschlichen Wesen neun Monate im Mutterleib. Ganz am Anfang seiner Entwicklung besteht jedes Menschlein nur aus einem winzigen Zellhaufen, der sich ständig teilt und so entwickelt.

Noch am 22. Tag ist der Fötus nicht größer als eine Bohne. Eines Tag erhält ein kleiner Knoten im Zentrum der Zellanhäufung einen Befehl und beginnt plötzlich zu pulsieren. Die anderen Zellen drum herum verbleiben im Ruhezustand. Aber dieser Knoten bleibt fortan in ständiger Bewegung - bis zum Tod des erwachsenen Menschen.

Niemals fühlt er sich genötigt, auch einen Sekundenbruchteil damit aufzuhören - erst an jenem Tag, Jahrzehnte später, wenn er den Befehl erhält, endgültig damit aufzuhören. Während dieser Zeitspanne verbringt jeder Mensch seine Lebenszeit. Aber wer oder was gibt das Start- und das Stopsignal?

Diese perfekte “Pumpe”, die schon zu arbeiten beginnt, wenn Sie gerademal drei Wochen alt im Mutterleib sind, trägt eine ungeheuer große Verantwortung, Denn sie sorgt dafür, dass in Ihrem Körper das Blut ununterbrochen zirkulieren kann. Mit anderen Worten: Sie erhält das Leben in den etwa 100 Billionen Zellen Ihres Körpers, die ebenso lebendig sind wie Sie. Es ermöglicht diesen Zellen, Sauerstoff aufzunehmen und anschließend Kohlendioxid abzugeben. Es ernährt und “reinigt” diese Zellen, heilt sie bei einer Erkrankung und Verletzung, und schützt sie vor feindlichen Mikroorganismen.

Aber was haben Sie selbst unternommen, um sicherzustellen, dass dieses Zirkulationssystem funktioniert, von dem Ihr Leben abhängt? Absolut nichts haben Sie dazu beigetragen und auch gar nicht müssen, weil Sie nämlich schon vor Ihrem ersten Augenaufschlag durch ein System “reguliert” worden sind, das speziell für Sie erschaffen wurde. Ihr Körper wurde schon vorher perfekt darauf vorbereitet. Zum Beispiel wurde Ihnen ein Augenpaar mit auf den Weg gegeben, damit Sie Ihre Umgebung klar und deutlich sehen können.
Und obwohl Sie noch nie mit der Luft in der Welt “draußen” in Berührung gekommen sind, ehe Sie nach der Geburt Ihren ersten Atemzug machen werden, hat sich im Mutterleib schon Ihr Atmungssystem entwickelt. Bei Ihrer Geburt verfügen Sie bereits über ein fix und fertiges Verdauungssystem, das schon in absehbarer Zeit alle möglichen Nahrungsmittel verwerten kann. Ihr ganzer Körper wird dann “ready-made” sein, einschließlich von Zehen und Fingern mit nur Ihnen eigenen Fingerabdrücken, mit Augenlidern und -wimpern, um Fremdkörper fernzuhalten…

Zusätzlich sind Schutzmechanismen unterschiedlichster Art - zum Beispiel ein Reflex zum Schutz Ihrer Augen gegen sich sehr schnell nähernde Fremdkörper - schon von vornherein in Ihren Körper “eingebaut” worden. Mit all diesen Dingen kommen Sie schon auf die Welt, ohne eigenes Zutun. Es war Gott der Allmächtige, Der all diese lebensnotwendigen Organe für Sie erschaffen und Ihnen eingepflanzt hat. Aber nicht nur Ihnen, sondern allen Menschen, die je gelebt haben und heute noch in dieser Welt leben.
Das Herz, das Ihr Leben garantiert, und das dazugehörige Blutkreislaufsystem sind ein zentraler und unabdingbarer Teil dieser fehlerlosen und vollkommenen Ordnung. Diese wundersame Flüssigkeit namens Blut, die vom Herz durch Ihren Körper gepumpt wird, versorgt jede Zelle in ihm mit lebensnotwendigen Substanzen, sobald es zu fließen beginnt. Sie erreicht jeden Punkt Ihres Körpers, von den Augen bis zu den Zehenspitzen, durch ein perfekt geplantes Kreislaufsystem, das sich durch den ganzen Körper erstreckt. Solange Sie wachsen, dehnt es sich aus. Wenn Sie krank werden, schützt es Sie. Es ernährt jede einzelne Zelle, um Sie überleben zu lassen. Blut, diese Ihren Körper durchströmende Flüssigkeit, ist ein Wunder, ein Geschenk Gottes. Deshalb wollen wir in diesem Buch genauer untersuchen, wie es beschaffen ist und funktioniert, um so die Existenz und Macht Gottes, unseres Schöpfers, zu erkennen.

Intelligent Design, in anderen Worten: Schöpfung


Gott braucht kein Design für Seine Schöpfung

Das Wort 'Design' muss natürlich richtig verstanden werden. Die Tatsache, dass Gottes Schöpfung ein makelloses Design aufweist, bedeutet nicht, dass Er einen Plan entwarf und diesen dann umsetzte. Gott, der Herr der Erde und der Himmel, braucht keine 'Designs', wenn Er etwas erschaffen will. Gott ist erhaben über solche Notwendigkeiten. Seine Planung und Seine Schöpfung geschehen in ein und demselben Augenblick. Wann immer Gott etwas entstehen lassen will, so genügt es, wenn Er sagt "Sei!".

Im Quran steht geschrieben:

Sein Befehl, wenn Er ein Ding will, ist nur, dass Er zu ihm spricht: "Sei!", und es ist. (Sure 36:82 – Ya Sin)


Er ist der Schöpfer der Himmel und der Erde, und wenn Er eine Sache beschließt, spricht Er nur zu ihr "Sei" und sie ist. (Sure 2:117 – al-Baqara)

BLUT: DIE UNVERGLEICHLICHE FLÜSSIGKEIT DES LEBENS -1-

Betrachten Sie sich selbst im Spiegel. Können Sie etwas spüren von der Existenz einer karmesinroten Flüssigkeit, die mit hoher Geschwindigkeit und unter hohem Druck etwa 2 mm unter Ihrer Gesichtshaut fließt? Sind Sie sicht des staunenswerten Netzwerks von Adern bewusst, das insgesamt tausende Kilometer lang ist, und einer Pumpe namens Herz, die Ihr Blut einige Meter hoch spritzen könnte?

Nein! Nichts davon werden Sie im Spiegel bemerken. Und dennoch findet all das unaufhörlich in Ihrem Körper statt, Ihr ganzes Leben lang. Selbst während Sie schlafen, pumpt Ihr Herz mit großer Kraft und hörbar als Herzschlag Blut durch Ihren Körper, und das Blut durchfließt ihn mit hoher Geschwindigkeit, spürbar als Ihr Puls. Der Hauptgrund, weshalb Ihnen all das nicht bewusst ist, ist Ihre empfindliche, nur für Sie erschaffene Haut. Sie verleiht Ihnen Ihr mehr oder weniger attraktives, wohlgeordnetes und ruhiges Äußeres, hinter dem all diese Körperaktivitäten im Verborgenen ablaufen. Dieses staunenswerte Kreislaufsystem funktioniert durch das Zusammenwirken von Blut, Herz und einem verzweigten und verästelten Netz von Adern und Äderchen, und es ist ständig “in Betrieb”. Es ist einer der eindruckcvollsten Beweise für die Göttliche Schöpfung.

Das Blut fungiert in zweierlei Hinsicht: als Transportmittel und als Regulator im Körper. Es ist ständig im Fluss und bewältigt dabei eine ganze Reihe von Aufgaben, für die es geschaffen ist: 

• Das Blut ist verantwortlich für fast die gesamte Kommunikation innerhalb des Körpers.

• Alle für die Zellen und damit den Energiehaushalt des Körpers notwendigen Nährstoffe werden vom Blut transportiert.
• Das Blut reguliert die Körpertemperatur ähnlich wie eine Klimaanlage. Durch seine unaufhörliche Zirkulation bleibt unsere Körpertemperatur stets konstant.

• Durch die ständige Zirkulation bleiben die Antikörper und Weißen Blutkörperchen in ständiger Alarmbereitschaft gegen eindringende Fremdkörperchen. Das Blut ist auch verantwortlich für den Transport von Nährstoffen im Körper.

• Das Blut ist auch verantwortlich für den Transport von Nährstoffen zu allen Zellen im Körper.

• Die Arterien und Venen fungieren zugleich als eine Art Kläranlage im Körper, die alle Abfallstoffe und Toxine entsorgt.


• Das Blut enthält auch eine Art Reparatursubstanz, die sofort irgendwelche Verletzungen des Adernsystems lokalisiert und repariert.
Wie aber funktioniert ein derart komplexer Mechanismus, der soviele Aufgaben gleichzeitig bewältigen muss? Welche Komponenten wirken dabei mit? Wodurch werden sie synchronisiert mit dem Blutkreislauf? Welche Körpermoleküle sind wofür zuständig? Wie erfüllen sie ihre jeweilige Aufgabe, und wie bewegen sie sich? Woher erhalten sie ihre Instruktionen, und wie sind sie organisiert?
All das sind natürlich wichtige Fragen, die wir in diesem Buch detailliert beantworten werden. Diese Antworten werden zu einer äußerst wichtigen Wahrheit führen, die bedeutsam für unser ganzes Leben ist: Dass unser Körper keineswegs zufällig so entstanden ist, wie er ist. Dieser unser Körper ist bis in die kleinste Kleinigkeit hinein perfekt durchgestaltet.

Der Ursprung unseres Körpers kann unmöglich irgendein zufälliges Zusammentreffen sein, wie von den Darwinisten seit mittlerweile 150 Jahren behauptet wird. Unsere Ursprünge liegen in der Göttlichen Schöpfung, in der alle Einzelheiten perfekt aufeinander abgestimmt wurden, und nicht in einem auf dem Zufallsprinzip beruhenden angeblichen Prozess der Evolution.

Herr dieser Schöpfung war und ist Gott der Allmächtige, Der nicht nur uns Menschen erschaffen hat, sondern alle Lebewesen, das ganze Universum, schlicht alles Existierende.

Das Wunder des Blutkreislaufs ist nur eines der unvergleichlichen Beispiele der Göttlichen Schöpfung. Im vorliegenden Buch werden wir eingehend die Geheimnisse des Blutes untersuchen, seine Zusammensetzung und die Organe, die es in Bewegung halten. Dabei wird sich die fast unglaubliche Harmonie und Fehlerlosigkeit zeigen, in der sich die Vollkommenheit der Schöpfung Gottes widerspiegelt. Sie wurde uns im Quran offenbart, als Leitfaden für uns Menschen:
Aber sehen sie denn nicht, dass Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, imstande ist, ihresgleichen neu zu schaffen? Und Er hat für sie einen Termin bestimmt, an dem kein Zweifel ist. Aber die Sünder verwerfen alles, nur nicht den Unglauben. (Sure 17:99 – al-Isra)
BLUT:EINE UNNACHAHMLICHE FLÜSSIGKEIT
Das Blut ist Ursache des Lebens, nicht nur im Allgemeinen, sondern auch für ein langes oder ein kurzes Leben, von Schlaf und Wachheit, von Genie, Fähigkeit und Stärke. Mit ihm beginnt und endet das Leben1
Schon seit langer Zeit haben Wissenschaftler versucht, eine blutähnliche Flüssigkeit herzustellen, aber ohne Erfolg.2 Der entscheidende Grund dafür ist, dass das Geheimnis der vom Blut transportierten hochspezialisierten Moleküle und ihrer diversen Funktionen bis heute nicht restlos enthüllt werden konnte. Aber selbst wenn dieses Geheimnis irgandwann gelüftet werden sollte, wäre die synthetische Herstellung dieser Blutmoleküle für die Wissenschaftler noch immer eine schier unlösbare Aufgabe.
  Das wird sofort klar, wenn wir die einzelnen Komponenten, aus denen sich Blut zusammensetzt genauer untersuchen. Denn jedes einzelne Molekül im Blut hat eine ganz bestimmte Aufgabe und ist genau dafür geschaffen. Anders ausgedrückt: Es kann nicht geleugnet werden, dass sich im Blutkreislauf das Wunder der Göttlichen Schöpfung ausdrückt. Denn es ist eben nicht nur einfach eine Flüssigkeit, sondern ein Zellgewebe, ähnlich den Muskeln und Knochen in unserem Körper.
Allerdings gibt es dabei auch große Unterschiede, weil jene Zellen, die das Muskel- und Knochengewebe bilden, eng aneinander gebunden sind. Zwar sind die Blutzellen auch eine Art von Zellgewebe, aber sie bewegen sich völlig frei und unabhängig voneinander im Körper. Im Blutplasma sind das Rote Blutkörperchen (Erythrozyten), Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Thrombozyten.
Im menschlichen Körper zirkulieren durchschnittlich 5-6 Liter Blut, was etwa 7-8 % des menschlichen Körpergewichts ausmacht. Etwa die Hälfte davon ist der flüssige, oder auch “wässerige” Teil, das Blutplasma. Die andere Hälfte besteht aus Zellen und Molekülen mit verschiedenen Aufgaben. Ein einziger Blutstropfen, der aus einer winzigen Wunde an Ihrem Finger tropft, besteht aus etwa fünf Millionen Roten Blutkörperchen, 10.000 Weißen Blutkörperchen und 500.000 Thrombozyten. Jedes einzelne in dieser riesigen Teilchenmenge hat jeweils eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen.3
Damit nicht genug, wird jede dieser Zellen ständig erneuert. Jeden Tag erzeugt Ihr Körper 260-400 Milliarden neue Blutzellen. Diese wahrhaft phänomenale Produktivität findet statt im Rückenmark und verdankt sich der schier unendlichen Teilungsfähigkeit der sogenannten Stammzellen. Ihre Aufgabe ist die Produktion der Blutkörperchen, die der Körper benötigt, und ihre diesbezügliche Leistungsfähigkeit ist unglaublich.
Die Stammzellen: Eine Art Gebärmaschine
Aufbage und Funktion der Stammzellen im Rückenmark ist mehr als erstaunlich. Nur eine von 10.000 im Rückenmark produzierten Zellen hat die Eigenschaften einer Stammzelle - das ist eine Proportion, die sogar bis auf 1:100.000 abfallen kann. Ansonsten unterscheiden sich Stammzellen kaum von normalen Zellen. Dennoch haben sie besondere Eigenschaften, die unser Überleben ermöglichen. Sie steuern die Bedürfnisse innerhalb unseres Körpers, und dank ihrer einzigartigen Teilungsfähigkeit bilden sie je nachdem Rote oder Weiße Blutkörperchen, die Grundbausteine unseres Immunsystems.4
Wenn ein Kind fällt und sich das Knie aufschlägt, verliert es tatsächlich Millionen Erythrozyten und Thrombozyten sowie Tausende Leukozyten. All diese Zellen im Blut sind jede für sich wichtig für unser Leben. 
Warum und wie aber kommt eine von zehntausend Zellen dazu, sich zu entscheiden genau dies zu tun? Und zwar ohne, dass Sie überhaupt etwas von Stammzellen in Ihrem Körper wissen? Diese eine Zelle verfügt offenbar über die bemerkenswerte Fähigkeit, sich zu teilen entsprechend irgendwelchen körperlichen Notwendigkeiten und dadurch völlig unterschiedliche Zellen entstehen zu lassen, weil dies Gottes Wille ist. Genau diese nicht weiter erklärbare Fähigkeit dieser einen Zelle ermöglicht jenen endlosen Kreislaufprozess, in dem Blut durch den Körper zirkuliert, stets mit der gleichen Menge von Blutzellen.
Professor Curt Civin, Onkologe an der John Hopkins University und Experte der Stammzellforschung, beschreibt diese besondere Zelle folgendermaßen:
Sie ist der Vorfahre, der Stammvater von allem. Sie ähnelt einem befruchteten Ei, allerdings mit weniger Entwicklungsmöglichkeiten. Sie kann sich teilen und selbst reproduzieren [Selbsterneuerung] oder sich differenzieren in zwei unterschiedliche Zellarten, so wie sich die Äste eines Baumes verzweigen.5
Die Stammzellen wurden von Gott erschaffen, um genau diese wichtigen Aufgaben zu erfüllen. Zum Beispiel verhält sich eine Stammzelle entsprechend den verschiedenen chemischen und elektrischen Signalen aus seinem Umfeld. Mit Hilfe dieser Signale, die sie an die Stammzellen senden, informieren beschädigte Zellen die Stammzellen über die Notwendigkeit, neue Körperzellen zu produzieren. Die daraufhin von ihnen neu produzierten Zellen werden dann genau dorthin geleitet, wo die beschädigten durch neue Zellen ersetzt werden müssen. Auf diese Weise kann schon eine einzige Stammzelle all jene unterschiedlichen Blutzellen “liefern”, die jeweils benötigt werden. Rote Blutkörperchen, die durch Blutverlust verloren gegangen sind, oder Weiße Blutkörperchen, die im Kampf gegen Infektionen gestorben sind, werden erneuert und ersetzt in genau der richtigen Menge und zum richtigen Zeitpunkt, nicht zu viel, nicht zu wenig und nicht zu spät.
Auch noch im 21. Jahrhundert sind die Biologen damit beschäftigt, den chemischen Code zu dechiffrieren, mit dessen Hilfe Stammzellen mit anderen Zellen kommunizieren.6Denn dieser Prozess findet unzählige Male zu allen möglichen Zeitpunkten im Körper statt, auf eine noch immer rätselhafte Weise.
Eine weitere wichtige Frage, die sich dabei stellt, ist jene nach der Produktionshäufig- und geschwindigkeit der Stammzellen. Weiße Blutkörperchen leben jeweils nur einige Stunden lang. Sie vernichten in den Körper einzgedrungene Bakterien und sterben anschließend ab. Thrombozyten leben zwei Wochen, Rote Blutkörperchen vier Monate. Jede dieser verschiedenen Blutzellen muss ständig erneuert bzw. ausgetauscht werden. Woche für Woche produziert deshalb unser Rückenmark Milliarden von neuen Zellen. Für diese ungeheure Produktionsmenge ist nur eine einzige Stammzelle zuständig.7 Wenn man bedenkt, dass diese permanente Produktivität innerhalb des Körpers in Abhängigkeit von der hochempfindlichen Struktur des Körpers - in dem ununterbrochener Sauerstoff-Kohlendioxid-Austausch stattfindet, und das körpereigene Immunsystem ständig mit körperfremden Feinden zu kämpfen hat - von irgendwelchen spezialisierten Zellen, nämlich Stammzellen, gesteuert wird, zwingt unvermeidlich zum Nachdenken.

Dass eine ganz besondere Zelle die Verantwortung für die ständige Neuproduktion von Zellen trägt, lässt uns allein schon die unvergleichliche Harmonie und Schönheit der Göttlichen Schöpfung erahnen. Und damit werden auch schon die Behauptungen der Evolutionisten zunichte, die auf die Leugnung der Göttlichen Schöpfung abzielen.
Die Phasen, in denen sich die verschiedenen Blutzellen im roten Knochenmark bilden.
Multipotente Stammzellen entwickeln sich zu besonderen Stammzellen, Myeloide und Lymphoide genannt. Die myeloide Stammzelle kann sich wiederum zu Erythrozyten, Thrombozyten und Weißen Blutkörperchen (außer Lymphozyten) entwickeln. Die lymphoide Stammzelle ermöglicht die Entstehung von Lymphozyten, die in der Immunabwehr eine größere Rolle spielen. Dank dieser wohldurchdachten Ausdifferenzierung von Stammzellen werden Blutzellen mit verschiedenen Funktionen erzeugt.
 

BLUT: DIE UNVERGLEICHLICHE FLÜSSIGKEIT DES LEBENS -2-

Die Farbe des Blutes: Rote Blutzellen
Das Blut besteht zum größten Teil aus Roten Blutkörperchen, den sogenannten Erythrozyten. Ihre Aufgabe ist der Sauerstofftransport innerhalb des Körpers, ohne den Körperzellen nicht überlebensfähig sind. Aber das ist nur ein Teil ihrer Aufgabe: Sie müssen den Körper in seinem Stoffwechselprozess auch wieder reinigen, indem sie das dabei entstehende Kohlendioxid in den Zellen wieder “entsorgen”.
Etwa 99% der Blutzellen in einem Blutstropfen bestehen aus Roten Blutzellen. In unserem Körper zirkulieren etwa 25 Billionen dieser Erythrozyten, das ist mehrere hundert Mal mehr als es Sterne in der Milchstraßengalaxie gibt.8 Wenn Sie sich vorstellen, dass man mit den roten Blutzellen in unserem Körper locker ein Fußballfeld bedecken könnte, dann haben Sie einen Begriff von dieser ungeheuren Zahl.9 Aufeinandergestapelt würden die Roten Blutzellen einen 50.000 km hohen Turm bilden.10 Wenn man die Erythrozyten in unserem Körper wie einen Teppich ausrollen würden, würden sie eine Fläche von 3800 km2 bedecken.11 In unserem Körper gibt es so viele rote Blutzellen, dass in jeder Sekunde bis zu drei Millionen neue in den Blutkreislauf eintreten, um die alten, abgestorbenen zu ersetzen.12
Rote Blutzellen werden von den Stammzellen im Rückenmark erzeugt, jenem gummiartigen Gewebe im größten Knochengebilde unseres Körpers. Während seiner viermonatigen Lebenspanne zirkuliert jede Rote Blutzelle etwa 75.000 Mal durch den ganzen Körper, bis sie endlich wieder im Rückenmark landet. Während Sie diese Seite lesen, sind etwa drei Millionen Rote Blutzellen in Ihrem Körper abgestorben.13
 Das körpereigene Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, ist von immenser Bedeutung. Ständig werden abgestorbene rote Blutzellen durch neue ersetzt, womit das Rückenmark ununterbrochen beschäftigt ist. Die Produktion der Abermillionen von Zellen wird ausgelöst von einem chemischen Signal und endet erst, wenn die erforderliche Produktionsmenge erreicht ist.

Die chemische Kommunikationssystem, das all dies bewerkstelligt, zwingt zu einem intensiven Nachdenken. Zellen kommunizieren miteinander mit Hilfe Hunderter von unterschiedlichen Molekülen. Das an die Stammzelle gesendete Signal wird von einem bestimmten Protein dorthin transportiert. Die “angepeilte” Zelle verfügt über einen Proteinrezeptor, der das eingehende Signal “lesen” kann. Sobald dieser “Lesevorgang” stattgefunden hat, gelangt das Signal in die Zelle selbst.
Verschiedene Enzyme zeigen der Stammzelle im Knochenmark an, wenn die Lebenszeit der Blutzellen abgelaufen ist. Dann beginnt die Stammzelle den Bedürfnissen des Körpers entsprechend neue Blutzellen zu erzeugen.
Die Beschreibung dieses Prozesses hat nur einiger Sätze bedurft, ist aber in Wirklichkeit wesentlich komplizierter. Nachwievor bemühen sich moderne Wissenschaftler darum, dieses geheimnisvolle Kommunikationssystem zu dechiffrieren. Das “Entscheidungsmoment” für die Stammzelle, um ihre Tochterzellen auf ihre Reise durch den Körper dorthin zu schicken, wo sie benötigt werden, ist eines der wichtigsten Forschungsfelder der heutigen Wissenschaft.14Die Tatsache, dass dieses Kommunikationssystem derart komplex ist, dass es bisher nicht möglich war, sein Geheimnis zu lüften, ist ein klarer Hinweis darauf, dass es von Gott dem Allmächtigen erschaffen wurde und dessen unbegrenzte Weisheit offenbart.
 Denn wie sonst wäre es möglich, dass ständig und zuverlässig im Sekundentakt die richtige Menge Roter Blutzellen produziert und an die jeweilige Stelle im Körper transportiert werden? Denn schließlich kann eine einzige Stammzelle im Rückenmark beim besten Willen nicht wissen, was an irgendeiner weit entfernten Stelle des Körpers gerade geschieht. Das Kommunikationssystem zwischen den unterschiedlichen Zellen ist das am besten funktionierende Netzwerk, das es gibt. Es ist das Werk Gottes, Der allein alle Einzelheiten in allen Organismen kennt, weil Er sie selbst erschaffen hat.

Die Roten Blutzellen sind außerordentlich klein, weil sie sich vor ihrem Eintritt in den Blutkreislauf weitgehend ihres Inhalts - Zellkern, Mitochondria, Ribosomen und anderer Organellen - entledigen. Sie tun das in einer buchstäblich bewussten Weise, weil sie “wissen”, dass sie ein wundertätiges Molekül namens Hämoglobin in sich aufnehmen müssen (dazu mehr auf den folgenden Seiten). Indem die Zellen sich ihrer Organellen entledigen und Hämoglobin aufnehmen, ermöglichen sie diesem Molekül, seine Aufgabe zuverlässig zu erfüllen während seiner Lebensspanne von vier Monaten.
Die Membran einer Roten Blutzelle bietet dem Hämoglobin eine wichtige Schutzhülle, denn es selbst verfügt über keine Membran und ist deshalb extrem verletzlich. Dank verschiedener Enzyme in der schützenden Schicht der Zellmembran ist das Hämoglobin auch gegen Degeneration geschützt..15
Die Roten Blutzellen müssen in ihrem Inneren viel Platz schaffen für die etwa 300 Millionen Hämoglobinmoleküle, die sich eine einzige rote Blutzelle “aufpackt”.16 Dafür wird etwa 90% des Volumens einer Roten Blutzelle benötigt.
Rote Blutzellen sind die einzigen Körperzellen, die ihren Zellkern verloren haben. Die von ihnen abgestoßenen Organellen werden sofort von den Weißen Blutzellen vernichtet, der quasi operativen Truppe des Körpers. Seltsamerweise sind die ihres Zellkerns - der all ihre Daten enthält - beraubten Roten Blutzellen trotzdem in der Lage, all die für ihr Überleben notwendigen Enzyme und Proteine zu erhalten während ihrer 120-tägigen Lebenszeit. Dank dieser Vorsorgemaßnahme für ihre viermonatige Lebenszeit sind sie überlebensfähig. Allerdings fungieren sie nur noch als “Transportmittel”, sie können sich nicht mehr teilen und somit nicht mehr reproduzieren wie andere Zellen. Deshalb müssen sie immer wieder durch neue Zellen ersetzt werden.
Wie schon dieses eine Beispiel zeigt, herrscht im menschlichen Körper eine ungeheure Systemkomplexität. Wenn Sie dieses Buch zu Ende gelesen haben, werden Sie aber noch auf eine ganze Reihe wahrhaft erstaunlicher Einzelheiten, das Blut und seine Funktionsweise betreffend, kennengelernt haben. Eine davon ist die Art und Weise, wie sich eine Rote Blutzelle seiner Organellen entledigt und dabei ihren Zellkern verliert, der alle Grunddaten für das Überleben der Zelle enthält und trotzdem lange genug lebt, um ihre Aufgabe erfüllen zu können. Um das zu bewerkstelligen, muss die Rote Blutzelle wissen, welche ihrer Organellen notwendig und welche nicht notwendig sind während ihrer Lebensspanne. Noch wichtiger für sie ist, sich der Bedeutung des Hämoglobins für das menschliche Leben bewusst zu sein. Wenn auch nur eines dieser Details nicht beachtet wird, zum Beispiel wenn kein Hämoglobin aufgenommen wird, könnte die Rote Blutzelle keinen Sauerstoff mehr durch den Körper transportieren.
Wenn sie im Knochenmark zu leben beginnt, gibt die junge Erythrozyte ihren Zellkern frei und nimmt das Hämoglobin auf, das sie zu transportieren hat (a). Für die Reise durch die Blutgefäße nimmt die Erythrozyte später die Form einer Scheibe an, wie im Bild gezeigt (b).
Die Erythrozyten, die die Lunge verlassen und Sauerstoff transportieren, sind hellrot (c). Nachdem sie ihren Sauerstoff im Gewebe deponiert haben, nehmen sie eine dunkelrote Farbe an (d).
An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass dieses Verhalten - die Zustimmung der jeweiligen Zelle zu ihrem Absterben - ein harter Schlag gegen Darwins Evolutionstheorie ist. Denn Darwin nahm an, dass alle Organismen miteinander im Kampf liegen, um das Überleben ihrer Nachkommenschaft zu sichern. Richard Dawkins, einer der heute weltweit führenden Darwinisten, geht soweit, zu behaupten, dass dieser Kampf ums Überleben schon auf der genetischen Ebene stattfindet, und zwar so, dass die Gene jedes Lebewesens um ihr Überleben kämpfen. In Wahrheit jedoch verhalten sich die Roten Blutzellen, die ja lebende Zellen sind, genau entgegengesetzt: Sie opfern sich selbst auf, indem sie sich ihres Zellkerns und damit ihrer Gene entledigen. Und das tun sie nicht etwa, weil sie im Verlauf des Überlebenskampfes zufällig entstanden sind, sondern weil sie mit einer ganz bestimmten Aufgabenstellung erschaffen worden sind.

Und dieser Aufgabe bleiben sie treu, solange unser Körper lebt. Denn eben dafür wurden sie erschaffen von Gott, Der alles makellos erschaffen hat, also auch diese Zellen, die allein schon die Vollkommenheit Seiner Schöpfung beweisen. Dazu heißt es im Quran:
Siehe, ich vertraue auf Gott, meinen Herrn und eueren Herrn. Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst. Siehe, meines Herren Weg ist gerade. (Sure 11:56 – Hud)

BLUT: DIE UNVERGLEICHLICHE FLÜSSIGKEIT DES LEBENS -3-

Die abgeflachte Form Roter Blutzellen
Der Sauerstofftransport im Körper, die Aufgabe der Roten Blutzellen, ist kein linearer Prozess. Kein anderer Zelltyp kann Sauerstoff transportieren. Denn durch ihre einzigartige Form sind sie genau dafür erschaffen worden: Flach, rund und in der Mitte eingedellt, sind sie wahre Wunderwerke der “Ingenieurkunst”.

Diese Fähigkeit der Roten Blutzellen beruht auf mehreren Faktoren, und jeder davon ist von elementarer Bedeutung. Einer davon ist ihre Flachheit. Sie vergrößert die Zelloberfläche und erleichtert dadurch den Kontakt mit den Sauerstoffmolekülen und deren Ablagerung an der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt. Dank dieser abgeflachten Form kann jede Rote Blutzelle mehr Sauerstoffmoleküle “aufladen” als es eine andere Zelle könnte und leichter dorthin transportieren, wo es im Zellgewebe benötigt wird.
Ihre abgeflachte Form erleichtert es den Roten Blutzellen zugleich, die winzigen Kapillargefäße zu durchqueren. Rote Blutzellen sind die kleinsten Zellen im Blutkreislauf, was von elemetarer Bedeutung ist, um jeden Punkt des Körpers erreichen zu können. Manchmal jedoch stoßen sie auf extrem enge Kapillargefäße mit nur 5 Mikrometer Durchmesser, also normalerweise zu eng für sie, weil sie selbst einen Durchmesser von 7-8 Mikrometer haben.17 Aber die Roten Blutzellen müssen trotzdem durchkommen, weil genau diese extrem engen Kapillaren die Versorgung der Körperzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen sicherstellen.
Obwohl sie die kleinsten Zellen im Kreislaufsystem sind, stoßen die roten Blutkörperchen trotzdem auf einige sehr enge Stellen. Die 5 Mikrometer messenden engen Tunnel stellen für diese etwa 7 bis 8 Mikrometer großen Roten Blutkörperchen sehr schwierige Passagen dar, dort überhaupt hindurchzukommen.
Eigentlich sind die Roten Blutzellen zu groß, um durchzukommen, was zunächst ein Problem darstellt. Aber dank ihrer genialen Konstruktion können Rote Blutzellen dieses Problem lösen. Sie sind nämlich elastisch gestaltet und können folglich jede Form annehmen. Entsprechend ihrem großen Aufnahmevolumen verfügen sie über eine große Zellmembran, die sich elastisch verformen kann. Wenn sie also in Körperregionen vordringen, in denen ihre Bewegungsfähigkeit eingeschränkt wird, kann sich ihre Zellmembran dem anpassen.18 Das ist ein großer und entscheidender Vorteil. Denn so können sie auch durch ihre Formveränderung die Kapillaren durchdringen, die enger als sie selbst groß sind.
Rote Blutkörperchen sind bikonkav und scheibenförmig. Dank dieser Form sind sie elastisch genug, um auch die engen Blutgefäße zu passieren. Wie auch immer, ein anderer Grund für ihre Elastizität ist die Zellmembran. Links ist das Elektronenmikroskop-Bild eines Roten Blutkörperchens zu sehen (in 200.000-facher Vergrößerung). Der mit Pfeilen gekennzeichnete Abschnitt ist die flexible Zellmembran, die die Zelle die engen Kapillargefäße mit Leichtigkeit der Länge nach passieren lässt. Diese Eigenschaft der Roten Blutkörperchen ist von großer Wichtigkeit für die Körperzellen, um Sauerstoff zu bekommen.
Diese vorteilhafte Fähigkeit ist ein ganz besonderes Merkmal. Denn es zeigt, dass Gott zwei völlig unterschiedliche Systeme, Hämoglobin und Rote Blutzellen, exakt aufeinander abgestimmt hat, sodass beide perfekt miteinander harmonieren. Vor allem die abgeflachte Form der Blutzellen ist ein untrüglicher Beweis für die Schöpfung Gottes. Es steht völlig außer Zweifel, dass Gott die Größe der Roten Blutzellen genau so festgelegt hat, dass sie die Blutgefäße passieren können und dadurch exakt den Erfordernissen des menschlichen Körpers angepasst sind. Dies ist das Werk von Gott dem Allmächtigen, Der jedes Lebewesen in- und auswändig kennt, weil Er es selbst aus dem Nichts erschaffen hat.
 
Um die Bedeutung dieser eindrucksvollen Struktur besser zu verstehen, sollte man sich einmal die Konsequenzen überlegen, die sich bei einem Störungsfall ergeben würden. Wenn Form oder Elastizität der Roten Blutzellen beeinträchtigt wären, würde dies bedeuten, dass Sauerstoff und Nährstoffe nicht mehr in das Zellgewebe gelangen würden. Somit wäre es zum Tod verurteilt.
Um die Wichtigkeit der Form einer Roten Blutzelle zu begreifen, genügt ein Blick auf die Sichelzellenanämie, eine sehr ernste erbliche Erkrankung der Roten Blutzellen selbst. In diesem Fall enthält die Zelle eine degenerierte Form des Hämoglobin namens Hämoglobin S. Wenn dieses Hämoglobinmolekül in Berührung mit zu wenig Sauerstoff kommt, zerbricht es in längliche Kristalle, was der Roten Blutzelle ein sichelähnliches Aussehen verleiht. Durch diese veränderte Form kann die Zelle nicht mehr genug Sauerstoff transportieren. Eine weitere Folge ist, dass die so veränderten Blutzellen in den Adern ein Blutgerinnsel verursachen. Hinzu kommt, dass die spitzen Enden der Hämoglobinmoleküle manchmal die Zellmembran beschädigen.19
Die Symptome dieser Zellerkrankung sind sehr ernsthaft. Es kommt zu starken Schmerzen in den Muskeln, Knochen oder im Magen, die Wochen oder gar Monate dauern. Da die Roten Blutzellen nicht mehr durch die engen Kapillaren in der Retina schlüpfen können, kann es zu schweren Sehstörungen oder gar Blindheit führen. Funktionsstörungen in der Leber können zu Gelbsucht führen. Das kindliche Wachstum kann beeinträchtigt werden. Der ganze Körper wird infektionsgefährdet. Am schlimmsten jedoch sind eventuelle Schädigungen in bestimmten Hirnregionen infolge von dort auftretenden Blutgerinnseln, was sogar zu Lähmungserscheinungen führen kann. Innerhalb von wenigen Stunden kann diese Krankheit ein gefährliches Ausmaß erreichen. Wenn jemand in jungen Jahren von ihr befallen wird, muss er sich das ganze Leben lang einer Spezialtherapie unterziehen, um nicht daran zu sterben. Zur Erinnerung: Ursache dafür ist lediglich eine Veränderung der Form der Roten Blutzellen.

Umso erstaunlicher ist deshalb der diesbezügliche Erklärungsversuch für diese Krankheit durch die Evolutionisten, denen sie geradezu als Beweis für die Richtigkeit der Evolutionstheorie gilt.
Die Roten Blutkörperchen, biegsam und anpassungsfähig, können selbst die engsten, fernsten Kapillaren des Körpers erreichen. Nebenbei befördern die Roten Blutkörperchen zum Beispiel auch Sauerstoff zu den Leberzellen. Blutzellen können dank ihrer besonderen Struktur in solch lebenswichtigen Organen überall hinkommen.

Die absurde Theorie der Evolutionisten über Sichelzellenanämie
Die Evolutionstheorie erklärt den Ursprung des Lebens aus zwei Naturgesetzen: natürliche Selektion und Mutation. Die Evolutionisten behaupten, dass Mutationen, Stück für Stück, neue biologische Systeme haben entstehen lassen. Ihrer Theorie gemäß, muss zumindest ein Teil dieser zufällig entstehenden Mutationen vorteilhaft sein, das heißt: Bereits existierenden Organismen werden neue genetische Informationen “eingepflanzt”, was zur Entwicklung neuer, vorher noch nicht existierender Organe und biochemischer Systeme führt. Anschließend setzen sich diese Mutationen dank der natürlichen Selektion durch und bahnen der Evolution ihren Weg.
Oben ist das Geflecht der Kapillargefäße in der Retina zu sehen. An der Seite ein rotes Blutkörperchen, es ist deformiert infolge einer erebten Krankheit namens Sichelzellenanämie. Diese sichelzellförmigen Zellen verlieren ihre Elastizität, sodass sie die engen Blutgefäße der Retina nicht passieren können. Das führt zu Sehstörungen oder sogar Blindheit.
Dieses Szenario ist jedoch extrem unrealistisch. Sein Grundfehler besteht darin, dass es in der wirklichen Welt keine vorteilhaften Mutationen gibt. Seit es die Genetik als Wissenschaft gibt, haben die Evolutionisten ständig nach einem Beispiel gesucht für eine Mutation, die ihre Behauptung bestätigt hätte. Aber nach jahrzehntelangen Experimenten und Studien sind sie zähneknirschend zum Ergebnis gekommen, dass jede Mutation - abgesehen davon, dass sie dem jeweiligen Organismus keinerlei Vorteil gebracht hat - ihn entweder geschädigt, zerstört oder bestenfalls in nicht relevanter Weise verändert hat. Trotzdem geben die Evolutionisten nicht auf, ihre falsche Theorie verifizieren zu wollen. Eisern halten sie daran fest, dass Mutationen vorteilhaft sein können, indem sie bereits existierenden Organismen angeblich zu neuen, verbesserten Eigenschaften verhelfen.
Zu Seinen Zeichen gehört auch die Schöpfung der Himmel und der Erde und aller Lebewesen, die Er in beiden verteilt hat. Er ist auch imstande, sie zu versammeln, wann immer Er will.
(Sure 42:29 – asch-Schura)
Um ihren Glauben nicht aufgeben zu müssen, scheuen sich die Evolutionisten nicht, zu behaupten, ausgerechnet der Blutkreislauf sei ein Beispiel für eine sogenannte vorteilhafte Mutation. Ihnen zufolge handelt es sich bei dem Verursacher dieser schweren Krankheit um eine Mutation, die die Transportfähigkeit des Hämoglobin für den notwendigen Sauerstoff im Körper deformiert. Deshalb - wie schon auf den vorherigen Seiten gezeigt - kann Sauerstoff nicht zu den dafür bestimmten Zellen transportiert werden, was zu der besagten Krankheit, ja zum Tod führen kann. Soweit gut und schön. Aber einige Evolutionisten bezeichnen diese nachweislich schädliche Mutation als “vorteilhaft”. (Diese Falschinformation findet man sogar in Biologielehrbüchern in Schulen.) Grundlage dieser Behauptung ist, dass es sich bei der fraglichen Mutation um eine Verteidigungsmaßnahme gegenüber einer anderen Krankheit handelt, nämlich Malaria. An ihr leidende Menschen tragen in sich zwei mutierte Anämie-Gene - eines von der Mutter, eines vom Vater. Menschen jedoch, die nur eines dieser beiden Gene empfangen, entweder vom Vater oder von der Mutter, verfallen nicht dieser Krankheit, sondern werden nur zu ihrem Träger. Da sie aber nur eines dieser mutierten Gene in sich tragen, sind sie selbst resistent gegen Malaria. Der Malariaerreger greift gesunde, runde Blutzellen an, aber nicht anämische Blutzellen. Deshalb verursacht er auch nicht diese Krankheit.20 Aber die Evolutionisten leiten daraus die These ab, diese eigentlich zu einer Krankheit führende Mutation der Blutzellen sei eine “vorteilhafte”. Aber in Wirklichkeit bedroht sie Gesundheit und Leben des Patienten und all seiner Nachkommen.

Die Evolutionisten jedoch ignorieren diese Faktoren und jubeln die partielle Immunität hoch zum Geschenk der Evolution. Das ist natürlich in höchstem Grad absurd. Ebenso gut könnte man sagen: Ein blindgeborener Mensch kann nicht Autofahren - deshalb kann er auch nicht bei einem Verkehrsunfall umkommen. Ergo wäre seine Blindheit ein genetisches Geschenk. Das ist ebenso ohne Sinn, wie die evolutionistische Interpretation der Sichelzellenanämie als einer "vorteilhaften Mutation".


David N. Menton, Professor für Biologie an der Brown University, beschreibt diese angeblich "vorteilhafte Mutation" folgendermaßen:
Diese Mutation des Hämoglobin gilt als “vorteilhaft”, weil Menschen, die sie in sich tragen (und damit leben können!) der Malaria gegenüber weitgehend resistent sind. Zu den Symptomen dieser “guten” Mutation gehören akute Unterleins- und Gelenkschmerzen, geschwüre an den Beinen, defekte Rote Blutkörperchen oder Blutanämie - alles Erkrankungen, die zum Tod führen können. Kaum vorzustellen, wozu “bösartige” Mutationen führen können! Kein Wunder, dass H. J. Mueller, dem der Nobelpreis für seine Forschungen über Mutationen verliehen wurde, schrieb: “Es stimmt völlig überein mit der Zufälligkeit von Mutationen, dass sorgfältige Tests übereinstimmend ergeben haben, dass die überwältigende Mehrheit der Mutationen schädlich für die betreffenden Organismen in ihrem Überlebenskampf sind. Die “guten” sind so selten, dass wir alle als “schlecht” betrachten können.21
Evolutionisten betonen, dass diejenigen, die an Sichelzellenanämie leiden, resistent gegen Malaria sind. Sie akzeptieren dies als einen Vorteil und beschreiben die Sichelzellenmutation als nützlich. Tatsächlich ist die Sichelzellenanämie eine sehr ernste und sogar tödliche Erkrankung, in der einige Organe und Gewebe nicht ausreichend versorgt werden können. Diese Krankheit kann auch auf jemandes Nachkommenschaft übertragen werden. Es ist völlig unmöglich, diese Krankheit als eine vorteilhafte Mutation zu betrachten.
Es gibt noch ein weiteres Argument der Evolutionisten, das man sich vornehmen muss. Die Mehrzahl der Malariaträger, die nicht selbst von dieser Krankheit befallen werden, lebt in Afrika, wo das Malariarisiko sehr hoch ist. Das ermöglicht es jedem Träger des Anämiegens, dank der angeblich vorteilhaften Mutation, sein diesbezügliches defektes Gen an seine Nachkommen weiterzugeben. Die Weitergabe dieses Gens erhöht jedoch in der nächsten Generation die Wahrscheinlichkeit, entweder von Vater oder Mutter ein defektes Gen übertragen zu bekommen. Das aber führt zwangsläufig dazu, dass das neugeborene Kind an Blutsichelanämie leiden wird. Umgekehrt gilt: Wenn beide Elternteile gesunde Gene weitergeben, wird das Kind kein Träger und folglich nicht immun gegen Malaria sein.
Tatsache ist, dass 25% der an Blutanämie erkrankten Patienten an dieser Krankheit sterben, obwohl ihre Ursache lediglich die Fehlentwicklung einer einzigen der 287 Aminosäuren des Hämoglobin ist.22
Evolutionisten halten Sichelzellenanämie für eine nützliche Mutation. Dass sie eine gesundheitsgefährdende genetische Erkrankung als Beweis für die Evolution betrachten, zeigt, wie schwach diese Theorie tatsächlich ist.

Dr. Felix Konotey-Ahulu, eine weltberühmte Autorität in Sachen Blutanämie und Verfasser eines Buches darüber, schreibt zu diesem Thema Folgendes:
Wenn Sie malariarestistent sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie überleben, um Ihre Gene weitergeben können. Dennoch tragen Sie dadurch einen genetischen Defekt in sich, der keineswegs einen Komplexitäts- oder Funktionszuwachs für Sie bedeutet im Sinne der natürlichen Selektion. Es bedeutet lediglich, dass es in der Bevölkerung mehr Träger dieses Gens geben wird und damit mehr Menschen, die an Blutanämie leiden werden.23
Offensichtlich sind die Evolutionisten mit ihrem Begriff der Mutation in eine gravierende Erklärungssackgasse geraten, obwohl er für sie eine zentrale Kategorie ist, um das Erscheinen neuer Arten zu erklären. Dass sie allen Ernstes einen genetischen Defekt mit verhängnisvollen Folgen für die Menschheit als Fortschritt der Evolution darstellen, offenbart einmal mehr die brüchigen Grundlagen ihrer gesamten Theorie. Offensichtlich versuchen die fanatischen Befürworter der Evolutionstheorie, obgleich selbige längst diskreditiert ist, verzweifelt, sie am Leben zu erhalten. Aber damit diskreditieren sie den Darwinismus nur noch mehr.
Das Hämoglobin, das dem Blut seine Farbe verleiht, erfüllt einen lebenswichtigen Zweck, weil es sich leicht an Sauerstoff bindet, der die Zellen zu leben befähigt, diesen im ganzen Körper verteilt, und das Kohlenstoffdioxid, das dieselben Zellen abgeben, entsorgt.

BLUT: DIE UNVERGLEICHLICHE FLÜSSIGKEIT DES LEBENS -4-

Hämoglobin: Ein außergewohnliches Molekul
Er lässt das Lebendige aus dem Toten erstehen und bringt das Tote aus dem Lebendigen hervor, und Er belebt die Erde nach ihrer Leblosigkeit. Gleicherweise werdet auch ihr (wieder) erstehen. (Sure 30:19 – ar-Rum)
Wahrscheinlich sind Sie sich gar nicht darüber im Klaren, was in Ihrem eigenen Körper alles geschieht, um Sie am Leben zu halten. Egal, ob Sie arbeiten, müde werden, schlafen, essen oder Sport treiben - all diese fieberhaften Tätigkeiten in Ihrem Körper finden ununterbrochen statt. All die daran beteiligten Unmengen von Molekülen erfüllen ihre Pflicht völlig ohne Ihr Zutun, machen nie einen Fehler, werden nie müde, gönnen sich keine Pause.

Das Hämoglobin ist verantwortlich für die rote Farbe Ihres Blutes und nur eines der zahllosen Moleküle in Ihrem Körper. Seine lebenswichtige Aufgabe ist es, die Zellen in Ihrem Körper am Leben zu erhalten. Der Sauerstoff, den jede einzelne Zelle braucht, wird ebenso wie das später wieder ausgestoßene Kohlendioxid von den Hämoglobinmolekülen zu- und wieder abgeführt.

Denn nur das Atmen reicht dem Körper nicht, um zu überleben. Dazu müssen erstmal 100 Billionen Zellen mit Sauerstoff versorgt und anschließend das durch den Metabolismus entstehende Kohlendioxid wieder “entsorgt” werden. Unser ganzes Leben hängt ab von diesem komplexen biochemischen Mikrosystem. Bis heute ist es den Wissenschaftlern nicht gelungen, einen Mechanismus zu entwickeln, der dem des Hämoglobin gleichkommt.

Es ist ein außerordentlich komplexes Molekül mit einer einzigartigen Struktur, ein staunenswertes Wunderwerk der Göttlichen Schöpfung. Wenn man alle Merkmale dieses Wunderwerkes genauer betrachtet, wird immer deutlicher, zu welchen Wundern Gott der Allmächtige und Allwissende imstande ist, Der jedes von ihnen erschaffen hat. Dies zu begreifen und zu verstehen, ist unerlässlich, um Ihm dafür zu danken und Ihn zu preisen. In einem Quranvers hat Gott uns offenbart:

Er ist der Lebendige. Es gibt keinen Gott außer Ihm. Darum ruft Ihn an in aufrichtigem Glauben. Alles Lob gebührt Gott, dem Herrn der Welten! (Sure 40:65 – Ghafir)
Das Sauerstoff transportierende WundermolekUl
Die wissenschaftliche Bezeichnung des Hämoglobin als “außergewöhnliches Molekül” beruht auf der Tatsache, dass es verschiedene Aufgaben gleichzeitig bewältigen kann. Zunächst filtert es aus den Millionen von Molekülen, die durch Kapillargefäße in die Lunge gelangen, zielstrebig den Sauerstoff aus. Dieser Vorgang ist ebenso erstaunlich wie intelligent. Denn die Hämoglobinmoleküle “fangen” buchstäblich die Sauerstoffatome durch eine bestimmte Technik ein - was allerdings auf eine sehr subtile Weise geschehen muss, weil die Sauerstoffatome, die vom Hämoglobin gebunden werden sollen, die Fähigkeit der Oxidation besitzen, eine Eigenschaft, die toxisch ist und damit zerstörerisch für die Hämolobinmoleküle wirken kann.

Um sie dagegen zu schützen, hat Gott die Hämoglobinmoleküle mit einer faszinierenden Eigenschaft ausgestattet: Während seiner Transporttätigkeit bindet das Hämoglobin die Sauerstoffatome nämlich nicht gänzlich, sondern “packt” sie nur an einem Ende wie mit einer Zange und transportiert es auf diese Weise zu seinem Bestimmungsort. Das ist zweifellos eine geniale Konstruktion, weil dadurch das Hämoglobin gegen Oxidation gefeit ist.
Das Diagramm oben zeigt die Phasen, in denen sich das Hämoglobin bildet. Hämoglobin hat eine sehr komplexe und perfekte Struktur, um Sauerstoff transportieren zu können. Folglich verursacht jede Veränderung in seiner Aminosäurenkonfiguration den Verlust seiner Fähigkeit, Sauerstoff zu transportieren.
Wer das unvoreingenommen zur Kenntnis nimmt, wird unschwer darin die Zeichen der göttlichen Schöpfung erkennen. Denn es ist unmöglich, dass die Hämoglobinmoleküle von selbst die von Sauerstoff ausgehende Gefahr für sich selbst durch “trial and error” je entdeckt haben und sich diese raffinierte Gegenmaßnahme ausgedacht haben könnten. Wir sprechen wohlgemerkt bisher nur von Molekülen, noch lange nicht von komplexeren Mechanismen.
Die vier Hämgruppen im Hämoglobinmolekül befassen sich mit der Bindung und dem Transport von Sauerstoff. Diese Hämgruppen sind anfangs parallel zueinander, aber wenn sie ein Sauerstoffmolekül binden, verlieren sie ihre parallele Anordnung, und jede verursacht Veränderungen in der Struktur des sie umgebenden Globins. Globin verhindert die Entstehung von Sauerstoffbindungen durch die sich zwischen den Eisenionen annähernden Sauerstoffmolekülen.
Dank dieser äußerst wichtigen Vorsichtsmaßnahme werden die zwei Hämoglobin-Eisen-Atome davor bewahrt, zu oxidieren. Die schätzungsweise 270 Hämoglobinmoleküle in jedem roten Blutkörperchen treffen diese wichtige Vorsichtsmaßnahme konstant.   
Die biologischen Einzelheiten, die es dem Hämoglobin ermöglichen, Sauerstoff “einzufangen, zeigen unmissverständlich, dass ein derartiger Mechanismus auf keinen Fall durch Zufall entstanden sein kann.

Das Hämoglobinmolekül enthält ein Protein, das seinerseits aus vier Molekülketten namens Globin besteht. Jedes Globin ist gebunden an ein anderes Molekül der Häm-Gruppe, die außerordentlich wichtig ist, um Sauerstoff an Hämoglobin zu binden. Jede Häm-Gruppe trägt ein Eisenion. Also enthält das Protein insgesamt vier Eisenionen. Diese vier Eisenionen binden den Sauerstoff in der Lunge und “entbinden” ihn in das Zellgewebe.

Aber auch Globin selbst spielt in diesem Prozess eine wichtige Rolle. Wie später zu zeigen sein wird, steckt in der Form der Globine ein wichtiger Kontrollmechanismus - und somit ein weiteres Wunder der Schöpfung. Hinzu kommt, dass auch nur die kleinste Veränderung in der Aminosäurensequenz des Globin die Transportfähigkeit des Hämoglobin völlig verändert.
(a) Normales Blut: Die sauerstoffempfänglichen Hämoglobinmoleküle verleihen dem Blut seine rote Farbe. (b) Bei der Eisenmangelanämie ist die Zahl der Roten Blutkörperchen niedrig. Deren Farbe ist blass aufgrund des Hämoglobinmangels, und sie tragen weniger Sauerstoff als normale Roten Butkörperchen.
Hämoglobin hat die übernatürliche Fähigkeit des Sauerstofftransports, die es ihm erlaubt, vier separate Sauerstoffmoleküle zu binden. Es befördert diese Moleküle mit großer Umsicht durch das Kreislaufsystem und verteilt sie im Gewebe, das Sauerstoff benötigt. 
Schon am Anfang dieses Buches haben wir darauf aufmerksam gemacht, dass jede der ohnehin schon komplexen Eigenschaften des Blutes ihrerseits weitere unterschiedliche und komplexe “Sub”-Einzelheiten aufweist. Und umso tiefer man in diese Einzelheiten eindringt, desto komplexer und differenzierter erscheint das Ganze. Dass Gott dieses Geflecht von System und seinen Subsystemen derart komplex erschaffen hat, lässt all jenen, die die Schöpfung Gottes leugnen, keinerlei Möglichkeit einer anderen Erklärung offen. Gläubige hingegen bestärken solche Beispiele in ihrem Glauben an Gott und Seine Schöpfung.

Im Zuge unserer weiteren Betrachtung der Einzelheiten dieses Systems werden Sie sehen, dass die besondere Form des Globin die Art und Weise bestimmt, wie die Eisenionen den Sauerstoff binden. Die vier Häme im Hämoglobinmolekül liegen parallel zueinander, aber senkrecht zu den Globin-Ketten. Sobald jedoch die Häm-Gruppen Sauerstoff binden, geht die parallele Anordnung verloren. Obwohl die einzelnen Häme zu weit auseinander liegen, um direkt miteinander zu interagieren, werden Veränderungen in der Globinstruktur, in die die Hämo eingebettet sind, die die Sauerstoffmoleküle “aufpicken”, sofort an andere Globine in diesem Protein weitergeleitet. Auf diese Weise bewirkt die Bindung eines Sauerstoffmoleküls durch ein Hämogllobinmolekül eine Steigerung der Bindungsaffinität auch bei den angrenzenden.
Bedeutsam ist auch, dass das Globin paarweise die Häm-Gruppen daran hindert, zu eng aneinander zu rücken. Ansonsten könnten nämlich Sauerstoffatome zwischen den Eisenionen eine Oxidation beginnen.24
Dank des Stickstoffmonoxids, das es trägt, “weiß” das Hämoglobin, wieviel Sauerstoff es in welchem Gewebe freizusetzen hat. Das vom Hämoglobin beförderte Stickstoffmonoxid stellt sicher, dass der Blutdruck im ganzen Körper stabil bleibt. Der Blutdruck wiederum bestimmt, wieviel Sauerstoff im Gewebe freigesetzt werden muss.
Man kann sich das etwa so vorstellen wie vier Magnete, die an einer Stab hängen. Da die vier Nordpole der Magneten aneinandergrenzen, stoßen sie sich gegenseitig ab. Dadurch kommt es bei den Magneten zu einem Auseinanderdriften und somit zu einer neuen Anordnung untereinander.
Wenn die Eisenionen Sauerstoff binden, verhalten sie sich genauso wie die vier Magneten: Sie versuchen nämlich, so weit wie möglich voneinander abzurücken. Um im Bildvergleich zu bleiben: Die Rolle des Stabes, an dem die Magnete aufgehängt sind, spielt im Blut das Globin. Die Fäden, an denen die Magneten hängen, sind die Häm-Gruppen, und die Magneten sind die Sauerstoffmoleküle. Diese Art der Sauerstoffbindung durch das Hämoglobin ist ohne Zweifel das Werk Gottes, um den Sauerstoffbedarf des menschlichen Körpers zu sichern.

Wenn man sich vergegenwärtigt, dass jede einzelne Rote Blutzelle bis zu 270 Hämoglobinmoleküle trägt, versteht man besser, in welchem Maß jede dieser Zellen für die Sauerstoffversorgung des Körpers leistet. Um dies zu gewährleisten, muss der ganze Vorgang der Sauerstoffversorgung jedoch absolut perfekt organisiert sein. Es scheint, als ob die fraglichen Moleküle genau einschätzen könnten, wie groß die Oxidationsgefahr ist, die durch die eingefangenen Sauerstoffmoleküle stets droht, und sich deshalb “bewusst” soweit voneinander entfernen, wie es notwendig ist

Noch bedeutsamer ist,  dass die gleiche Sicherheitsmaßnahme auch in allen anderen der Billionen Zellen im menschlichen Körper eingebaut ist. Und zwar deshalb, weil auch dies ein Werk Gottes ist und in jedem Sekundenbruchteil unter Seiner Kontrolle steht. Es ist eine Manifestation eines der Namen Gottes: Al-Qadee (Herrscher, Der, Der seine Aufgabe erfüllt). Wie alle anderen Werke Gottes auf Erden auch, beweist obiges Beispiel die Existenz, die unbegrenzte Macht und die unendliche Weisheit Gottes. Im Quran ist dies folgendermaßen ausgedrückt:
So ist Er, der Kenner des Verborgenen und des Sichtbaren, der Mächtige, der Barmherzige, Der, Der alle Dinge aufs Beste erschaffen hat. Zunächst formte er den Menschen aus Lehm. (Sure 32:6-7 – al-Sadschda)
Während des Transports wird eine ausgesprochen lose Verbindung zwischen dem Hämoglobin und den Sauerstoffmolekülen eingegangen, die jederzeit wieder gelöst werden kann. Dass es sich auch dabei um ein Wunder Gottes handelt, wird deutlich, wenn man den nächsten Schritt betrachtet. Denn um an der jeweils richtigen Stelle im Zellgewebe “abgeladen” werden zu können, muss sich das Sauerstoffmolekül auch wieder vom Transport-Hämoglobin lösen können. Das wird ermöglicht durch die schon erwähnte lose Verbindung. Wenn nämlich diese Verbindung auch nur ein wenig fester wäre, könnten die Sauerstoffmoleküle nicht an der richtigen Stelle deponiert werden. Das jedoch würde unseren schnellen Tod zur Folge haben.
(a) Kapillarbett
(b) Arteriole
(c) Venole
(d) von der Arteriole
(e) zur Venole
(f) Blutdruck       = 40 mm Hg
- Osmotischer Druck = 25 mm
- Blutdruck = 15 mm
(g) Osmotischer Druck = 25 mm Hg
- Blutdruck       = 10 mm
- rein osmotischer Druck = 15 mm
Das obige Diagramm zeigt den Austausch, der zwischen den Kapillargefäßen und dem Gewebe stattfindet. Am arteriellen Ende des Kapillargefäßes ist der Blutdruck höher als der osmotische Druck – deshalb neigen Wasser, Sauerstoff, Aminosäuren und Glukose dazu, den Blutkreislauf zu verlassen. Am venösen Ende des Kapillargefäßes wiederum ist die Situation genau umgekehrt: Der osmotische Druck ist höher als der Blutdruck. Deshalb tendieren Wasser, Kohlenstoffdioxid und andere überschüssige Moleküle dazu, in den Blutkreislauf einzudringen. Dieser perfekte, aus Druckunterschieden entstehende Prozess ermöglicht es, Sauerstoff und Nährstoffe im ganzen Körper zu verteilen und überflüssige Stoffe zu entfernen.
Das Vorhandensein und die “Sollbruchstelle” dieser losen Verbindung ist ganz genau festgelegt und fein abgestimmt. Damit sich Sauerstoffmoleküle mit dem Hämoglobin verbinden können, brauchen sie ein bestimmtes Umfeld, nämlich einen bestimmten Sauerstoffdruck im Lungengewebe. Sobald der Partialdruck des Sauerstoffs in anderen Körperzellen abfällt, wird die Verbindung zwischen Sauerstoffmolekülen und Hämoglobinmolekülen abgebrochen und somit der Sauerstoff freigesetzt.
Dieser Mechanismus ist die Grundlage für den Transport des Sauerstoffs von der Lunge in das Körpergewebe.25 Ein solcher Mechanismus muss im Körper unablässig aktiv sein. Wenn der Sauerstoffdruck nicht zur rechten Zeit am rechten Ort fällt, ist das Zellgewebe nicht in der Lage, Sauerstoff aufzunehmen. Zellgewebe ohne Sauerstoff jedoch ist zum Tod verurteilt.
Dasselbe gilt für den Blutdruck. Ein Hämoglobinmolekül kann zwar selbst entscheiden, wieviele Sauerstoffmoleküle es an der betreffenden Stelle deponiert - aber nur, wenn der Blutdruck dabei stabil bleibt. Das aber ist nur garantiert durch die Aktivität von Stickstoffmonoxidmolekülen, die ebenfalls von den Hämoglobinmolekülen, außer Sauerstoff und Kohlendioxid, transportiert werden. Ohne die Stickstoffmonoxidmoleküle würde sich nämlich der Blutdruck ständig ändern, weil dann entweder zuviel oder zuwenig Sauerstoff in die Zellen gelangt..26 Im einen Fall würden sie “ausbrennen”, im anderen Fall quasi “austrocknen”.
Hinsichtlich seiner Struktur wie seiner Funktionen ist das Hämoglobin ein ganz besonderes Molekül. Wenn das Hämoglobin nicht so schwach an Sauerstoff gebunden wäre und es nicht gleich von Anfang an die besondere Struktur besessen hätte, die es den Sauerstoff zum Gewebe transportieren, überschüssige Stoffe vom Gewebe aufnehmen und Kohlenstoffdioxid in der Lunge deponieren lässt, wäre der Blutkreislauf zwecklos. Hämoglobin wurde zweifellos im selben Moment wie die anderen Bestandteile des Kreislaufsystems geschaffen. Anders gesagt, der Ursprung der Blutzirkulation liegt nicht in der Evolution – dieses System ist nur ein weiterer Beweis für die erhabene Schöpfung unseres HERRN.

Aus all diesen Informationen über Hämoglobinmoleküle geht zweifelsfrei hervor, dass dieser Mechanismus für das Leben erschaffen wurde. Allein schon dieser Mechanismus führt die Darwinisten in ein Erklärungsdilemma, weil sie ja  bekanntlich die Entstehung von Leben auf der Erde durch bloße Zufälligkeiten erklären. Wenn die Darwinisten nämlich weiterhin treuherzig behaupten, das Hämoglobin sei lediglich das Ergebnis zufällig stattfindender Mutationen, dann müssen sie erstmal erklären, woher eigentlich ein Hämoglobinmolekül seine genetische Information bezieht, um die aufgezeigte, fast unglaubliche chemische Harmonie mit Sauerstoffmolekülen bewerkstelligen zu können. Und sie müssten auch erklären, wie Lebewesen mit einem Blutkreislaufsystem überhaupt atmen konnten, ehe die dafür notwendige genetische Information vorhanden war, um Sauerstoff zum Zellgewebe zu leiten.

Ohne das Vorhandensein von Hämoglobin kann das Blut seine Aufgaben nicht erfüllen. Und die perfekte Integration des Hämoglobin in jeden Organismus mit einem Atmungssystem ist durch zufällige Mutationen schlechterdings nicht erklärbar. Wenn es nicht die spezifische Struktur des Hämoglobin gäbe, um die beschriebene lose Verbindung mit Sauerstoff einzugehen und ihn so zu den Zellen zu transportieren, und anschließend das durch Metabolismus entstehende Kohlendioxid über das Lungengewebe wieder zu “entsorgen”, dann wäre der ganze Blutkreislauf überflüssig. Das beweist, dass in Zusammenhang mit so hochkomplexen Systemen wie dem Herz, dem Adernsystem und dem Blut der gesamte Blutkreislauf von Anfang an in Verbindung mit solchen Molekülen wie dem Hämoglobin entstanden sein muss. Anders ausgedrückt: Der Ursprung des Blutkreislaufs kann nicht Ergebnis eines evolutionären Prozesses sein, sondern beruht auf einem Schöpfungsakt.

Jede Frage nach dem Wie und Warum in der Welt des Lebens führt unweigerlich immer zum Prinzip der Schöpfung. Denn die Darwinisten können die Frage nach dem Ursprung des Lebens nicht mal ansatzweise beantworten. Denn jedesmal haben sie es mit einem Werk Gottes zu tun, dessen Existenz sie jedoch leugnen, obwohl Er buchstäblich alles erschaffen hat. Das wurde uns Menschen im Quran folgendermaßen offenbart:
Nein! Ich schwöre es bei dem Herrn der Osten und der Westen! Wir sind mit Sicherheit imstande. Bessere für sie einzutauschen, und keiner kann Uns daran hindern. (Sure 70:40-41 – al-Ma'aridsch)
Das Wundermolekül entsorgt Kohlendioxid
Nicht nur die Fähigkeit des Hämoglobin zum Sauerstofftransport bringt die Darwinisten in Erklärungsnöte, sondern auch dessen Fähigkeit, das durch Metabolismus entstehende Kohlendioxid in den Zellen wieder “abzuholen”.
Der Transport von Kohlendioxid im Blut ist weniger riskant als der von Sauerstoff. Deshalb können sich die Roten Blutzellen auch wesentlich mehr Kohlendioxid “aufladen”. Im Ruhezustand des Körpers transportieren 100 Milliliter Blut durchschnittlich vier Milliliter Kohlendioxid vom Zellgewebe in die Lunge. Während das Sauerstoff transportierende Hämoglobin dem Blut seine Rotfärbung verleiht, färbt es beim Rücktransport von Kohlendioxid das Blut dunkelrot, eher purpurfarben. Deshalb erscheinen die Adern dicht unter der Hautoberfläche oft dunkelrot oder bläulich.
DER HALDANE-EFFEKT: EINER DER PERFEKTEN MECHANISMEN DER ROTEN BLUTKÖRPERCHEN
(1) Der durch das Hämoglobin der Roten Blutkörperchen transportierte Sauerstoff gelangt von der Alveole in das Kapillargefäß. Kohlenstoffdioxid gelangt vom Kapillargefäß in die Alveole.
Wenn das Gewebe Sauerstoff braucht, lässt der Haldane-Effekt das Hämoglobin Sauerstoff freisetzen und sich an Kohlenstoffdioxidmoleküle binden. In der Lunge stellt der Haldane-Effekt den genau entgegengesetzten Transfer dar, und die Stellen, an denen Hämoglobin Sauerstoff und Kohlenstoffdioxid austauscht, sind mit perfektem Feingefühl definiert.
Im Allgemeinen transportiert das Blut Kohlendioxid in Form von Kohlensäure. Durchschnittlich nur 5% werden durch Hämoglobinbindung an die Lunge geleitet. Weitere 10% werden in einem gasförmigen Zustand transportiert. Das Kohlendioxid ist mit dem Hämoglobin nur schwach verbunden. Wieder spielt Sauerstoff die entscheidende Rolle, wenn die Verbindung des Kohlendioxid mit dem Hämoglobin gelöst werden soll. Bei diesem chemischen Phänomen, das Haldane-Effekt genannt wird, wird das Kohlendioxid freigesetzt. Wenn das Zellgewebe Sauerstoff braucht, trennt der Haldane-Effekt Sauerstoff von Hämoglobin und veranlasst dieses, mehr Kohlendioxid zu binden. In der Lunge hingegen bewirkt er ganau das Gegenteil. Denn dort ist der Sauerstoffgehalt wesentlich größer, weshalb das Hämoglobin “lieber” eine Verbindung mit Sauerstoff eingeht. Der dadurch bewirkte höhere Säuregehalt des sauerstoffangereicherten Hämoglobin erleichterten deshalb die Abspaltung des Hämoglobin vom mitgeführten Kohlendioxid.
Dieser chemische Prozess ist außerordentlich kompliziert. Der entscheidende Punkt dabei sind jene hochsensiblen Regionen, wo der Austausch von Sauerstoff und Kohlendioxid stattfindet. Das Hämoglobin muss Sauerstoff zu den Zellen transportieren und sich dort wieder mit Kohlendioxid “beladen”. In der Lunge - dem Ausgangstor für das Kohlendioxid - findet der umgekehrte Prozess statt. Nirgendwo sonst im Körper findet Vergleichbares statt. Das dafür notwendige chemische Gleichgewicht muss dabei zeitlich-synchron verlaufen mit dem Blutkreislauf. Deshalb kann es sich ebenfalls nicht allmählich-evolutionär durch Zufälle entwickelt haben.27

Manchmal geht das Hämoglobin im Blut stattdessen eine Bindung mit Kohlendioxid ein, meist unter äußeren Einflüssen. Dieses Phänomen wird Kohlenmonoxidvergiftung genannt. Wenn Kohlenmonoxid (CO)-Gas infolge unvollständiger Verbrennung von Kohle oder von Auspuffgasen in die Lunge gelangt, verbindet es sich mit dem Hämoglobin und verdrängt dort den Sauerstoff. Denn das Hämoglobin hat gegenüber Kohlendioxid eine wesentlich höhere Bindungsaffinität als gegenüber Sauerstoff - und zwar mit dem Faktor 500. Ab einer bestimmten Menge CO im Blut kann dies infolge Sauerstoffmangels zum Tod führen.28
Hämoglobin: Das wundertätige Eisen im Hämoglobin
Das im Hämoglobin enthaltene Eisen, das beim Sauerstofftransport eine so große Rolle spielt, ist eines der großen von Gott geschaffenen Wunderwerke. Eisen gelangt auf verschiedene Weise in den Körper, wird dort absorbiert vom Dünndarm und geht dann eine Verbindung ein mit dem Apotransferrin, einem Eisen-transportierenden Protein, von dem es in den Blutkreislauf eingebracht wird. Das Eisen ist mit diesem Protein nur lose verbunden und kann deshalb an jedem Punkt des Körpers und an jeder Zelle “abgeladen” werden. Das Apotransferrin kontrolliert auch weitgehend die Eisenabsorption durch die Zelle, indem es quasi mit dem Eisen auf dem Rücken in die Zelle eindringt.
Der euch die Erde zu einem Bett gemacht und den Himmel darüber erbaut hat, und vom Himmel Wasser herniedersandte und damit Früchte hervorbrachte zu euerer Nahrung. Stellt ihm daher keine Götter zur Seite, wo ihr es doch (besser) wisst. (Sure 2:22 – al-Baqara)
Sobald die Leber genügend Eisen angereichert hat, drosselt sie die Produktion von Apotransferrin. Mit anderen Worten: Die Leber reguliert den Bedarf und die entsprechende Produktion im Körper, indem sie den Transport von Eisen im Blut reguliert.29
Wiederum wird klar, über ein welch hochkomplexes Kommunikationssystem unser Körper verfügt. Denn eine zu hohe Eisenkonzentration im Zellgewebe würde zu schweren Defekten im Körper führen. Durch den von Gott geschaffenen Kontrollmechanismus jedoch ist die vom Körper benötigte Menge an Eisen stets genau festgelegt. Der entsprechende hochsensible Kontrollmechanismus ist ständig “in Betrieb” und achtet darauf, welche der etwa 100 Billionen von Zellen gerade Eisen benötigt.
 Die bedarfsorientierte Produktion des Körpers bedeutet auch eine Kraftersparnis, weil das Tempo der Eisenabsorption im Körper relativ niedrig ist - meist sind es nur einige Milligramm pro Tag. Selbst wenn der Körper durch Nahrungsaufnahme einen sehr hohen Eisenanteil aufnimmt, wird nur ein kleiner Teil davon auch wirklich genutzt.
Aber der Überschuss wird keineswegs verschwendet. Denn die überschüssigen Eisenionen im Blutstrom werden für den späteren Bedarf gespeichert. Das geschieht in allen Körperzellen, vor allem in den Leberzellen - gerade so, als ob jede einzelne Zelle wüsste, dass der Überschuss später noch gebraucht wird. Dass dem so ist, ist von großer Bedeutung. Keine Zelle nutzt das Eisen, das sie zufällig, ziellos und unbegrenzt erreicht. Keine Zelle “wirft” das Eisen weg oder trifft eine von den anderen Zellen unabhängige Entscheidung. Sie alle verhalten sich so, als wüssten sie, welch wertvolles Gut sie speichern. Daraus wird ersichtlich, dass in den Zellen selbst ein fehlerfreier Plan angelegt ist, der ständig kontrolliert wird. Kein Zweifel, dass dieses perfekte Systen ein Werk Gottes ist, Der über alles herrscht und es erhält. Denn Er ist es, Der dieses Wunder erschaffen hat.

Natürlich ist es uns nicht möglich, die Allgegenwart Gottes zu sehen. Aber jeder vernunftbegabte und bewusste Mensch kann Seine Gegenwart wahrnehmen und erkennen, indem er sich umschaut und solche Wunder der Schöpfung Gottes betrachtet. Denn wir sind überall von solchen Wundern umgeben und sind selbst eines. Davon spricht unser Herr selbst im Quran:
Er ist Gott, der Schöpfer, der Urheber, der Formgebende. Sein sind die schönsten Namen. Ihn preist, was in den Himmeln und auf Erden ist; Er ist der Mächtige, der Weise. (Sure 59:24 – al-Haschr)
Nur ein geringer Teil des vom Körper aufgenommenen Eisens wird absorbiert. Der Rest allerdings, der für den Körper von größter Bedeutung ist, wird nie vergeudet. Die überschüssigen Eisenionen werden von bestimmten Zellen gespeichert, als ob der Körper wüsste, dass sie später noch gebraucht würden. Eines der Organe, die solche Speicherfunktionen übernehmen, ist die Leber. Die Leberzellen arbeiten buchstäblich wie ein Warenhaus, indem sie überschüssige Eisenionen für den späteren Gebrauch lagern.

BLUT: DIE UNVERGLEICHLICHE FLÜSSIGKEIT DES LEBENS -5-

Das wundertätige MolekUl, das die Darwinisten widerlegt
Dem Darwinismus zufolge sind alle Lebewesen entstanden und haben sich entwickelt durch zwei Naturgesetze: natürliche Selektion und Mutation. Aber in Wirklichkeit ist es schlicht unmöglich, dass eines dieser Naturgesetze eine neue Art hervorbringen oder einer schon existierenden eine neue Fähigkeit hinzufügen könnte. Dennoch ist in allen darwinistischen Quellen immer wieder die Rede von diesen beiden angeblichen Naturmechanismen. Bei genauerer Betrachtung dieser Argumentation stellt man jedoch fest, dass man in ihr keinen einzigen brauchbaren Hinweis darauf findet, was denn diese beiden Mechanismen eigentlich geschaffen haben sollen.
Was auch immer man von darwinistischer Seite liest oder sieht, es handelt sich stets um reine Spekulation. Natürlich kann man einen Artikel mit langen Sätzen und ausgeschmückt mit wissenschaftlichen Begriffen schreiben, der angeblich “dokumentiert”, wie sich ein Meerestier durch diverse Mutationen in ein landbewohnendes Tier verwandelt hat. Aber in keinem einzigen evolutionistischen Beitrag wird man Antworten auf die zentralen Fragen des Lebens finden. Wo und wie sollen die Mutationen eigentlich entstanden sein? Welche Wirkungen und Veränderungen haben sie angeblich bei Lebewesen hervorgerufen? Über welche Entwicklungsstufen hinweg soll das geschehen sein? Dass die Evolutionisten all diese Fragen nicht beantworten können, liegt schlicht daran, dass es ihre großartige Evolution nie gegeben hat.
Wie bei allen anderen biochemischen Strukturen ist die komplexe Struktur des Hämoglobins zu fein ausbalanciert, um irgendeine zufällig auftretende Mutation vertragen zu können. Irgendeine zufällige chemische Veränderung seineer Struktur würde dieses kostbare Protein schlagartig in eine funktionslose Ansammlung von Aminosäuren verwandeln.
Dem gleichen Argumentationsschema folgen auch die Erklärungsversuche der Evolutionisten hinsichtlich des Hämoglobin. Man findet in der gesamten evolutionistischen Literatur auch nicht den kleinsten Beweis dafür, dass sich dieses wundertätige Molekül angeblich evolutionär entwickelt hat. Kein Wunder: Die hochkomplexe Struktur dieses Moleküls und seine unterschiedliche Erscheinungsform in verschiedenen Tierarten stellt nämlich die Evolutionisten vor ein für sie unlösbares Problem. In seinem Buch Das Große Geheimnis der Evolution sieht sich der evolutionistische Genetiker Gordon Rattray Taylor zu folgendem Eingeständnis veranlasst:
Das Hämoglobin spielt in der Evolutionsgeschichte eine willkürliche Rolle, da es in vielen unterschiedlichen Spezies auftaucht. Es findet sich in einigen Paramecium-Arten (extrem einfach gebauten Einzellern), die jedes Schulkind kennt. Es findet sich aber auch in Würmern, Mollusken, Insekten und selbst in den Wurzeln von Hülsenfrüchten. Was es an all diesen Orten jeweils zu suchen hat, ist weitgehend nicht erklärbar. Klar scheint lediglich zu sein, dass es jeweils unabhängig voneinander und immer wieder erfunden wurde.30
Dass sich ein Evolutionist wie Taylor zu diesem Eingeständnis gezwungen sieht, ist von größter Bedeutung. Die Tatsache, dass das Hämoglobin in unterschiedlichen Lebewesen unterschiedliche Formen annehmen kann, was in kein evolutionistisches Erklärungsschema passt, beweist eindeutig, dass es in seiner jeweiligen Besonderheit für unterschiedliche Gruppen von Lebewesen erschaffen worden ist. Die Wahrheit, von Taylor vornehm umschrieben mit “unabhängig voneinander erfunden”, ist die Wahrheit der Schöpfung.
Mindestens 120 Mutationen sind notwendig, damit sich die Alpha- und Betaketten, die Hämoglobin enthalten, gegenseitig umwandeln. Jedenfalls kann die Veränderung nur einer Aminosäure in dieser Folge die Blutzellen zerstören. Die Ursache der Sichelzellenanämie ist genau eine solche Mutation.

In gleicher Sache äußert sich Michael Denton, Professor für Biochemie, in seinem Buch Evolution: Eine Theorie in der Krise:
Es gibt keinerlei Hinweise auf der molekularen Ebene für die traditionelle evolutionäre Sequenz von Fischen zu Amphibien, von Amphibien zu Säugetieren. Unglaublicherweise steht der Mensch dem Neunauge [in seinem Hämoglobin] näher als die Fische!31
Hinzu kommt, dass, wie in allen anderen komplexen Organismen auch, die Hämoglobinstruktur viel zu sensibel ist, um irgendwelche Mutationen überhaupt zuzulassen. Wenn die Aminosäurensequenz, die das Hämoglobinprotein bildet, beschädigt wird, bleibt nichts davon übrig als ein nutzloser Haufen Aminosäuren. Die Wahrscheinlichkeit, dass das Hämoglobinmolekül eine adäquate Aminosäurensequenz für eine Mutation findet, liegt bei 1: 10950 - eine Mutation ist also faktisch gar nicht möglich! Murray Eden vom Massachusetts Institute of Technology (MIT) schreibt dazu:
Das Hämoglobin besteht aus zwei Ketten, Alpha und Beta genannt. Mindestens 120 Mutationen wären notwendig, um aus Alpha Beta werden zu lassen. Mindestens 34 dieser Veränderungen setzen Veränderungen in zwei oder drei Nukleotiden voraus. Aber schon ein einziger durch Mutation bewirkter Nukleotid würde das Blut zerstören und zum Tod des fraglichen Organismus führen!32
Wenn man auch nur eine der Aminosäurenketten des Hämoglobin entfernen oder ihre Position verändern würde, würde dieses Protein entweder beschädigt oder seine Funktion vollständig verlieren. Das beste Beispiel dafür ist die Sichelzellenanämie, die wir schon weiter oben diskutiert haben. Der einzige Grund für das Auftauchen dieser Krankheit, für die es bis heute keine Heilungsmöglichkeit gibt, liegt darin, dass nur zwei der Aminosäureketten im Hämoglobinmolekül den Platz vertauscht haben - nur zwei von insgesamt 287! dazu schreibt der Nobelpreisgewinner George Wald Folgendes:
Wenn auch nur eine einzig mutativ verursachte Veränderung im Hämoglobinmolekül stattfinden würde, wäre es sofort funktionsuntüchtig. Schon die Positionsveränderung auch nur einer einzigen von 287 Aminosäureketten verursacht Sichelzellenanämie, weil dadurch aus Glutamin Valin wird. Und das führt in 25% der Fälle zum Tod der Patienten.33
Die Darwinisten behaupten, ihre Evolutionstheorie könne sich auf eine Fülle von Beweisen stützen und sei erhärtete wissenschaftliche Wahrheit. Aber was ist das für eine Wahrheit, wenn sie nicht einmal ein einziges, hochkomplexes Molekül wie das Hämoglobin auch nur ansatzweise erklären kann? Eine solche Theorie taugt nichts.
Myoglobin: Sauerstoffversorger der Muskeln

Ein weiteres Molekül im Körper hat die Aufgabe, die Muskelzellen mit Sauerstoff zu versorgen. Es heißt Myoglobin, und seine Struktur ist der von Hämoglobin sehr ähnlich, mit der Ausnahme, dass es im Gegensatz zum Hämoglobin nur ein einziges Sauerstoffmolekül transportieren kann. Aber das reicht zur Versorgung der Muskelzellen, weil deren Sauerstoffbedarf niedriger ist als der anderer Zellen. Deshalb entspricht Myoglobin den Erfordernissen der Muskelzellen besser als Hämoglobin. Mit den anderen Zellen im Körper verhält es sich anders. Für sie ist es von elementarer Bedeutung, ständig große Sauerstoffmengen zugeführt zu bekommen, wofür wie gesagt die Hämoglobinmoleküle mit ihrer Vierfachbindungsfähigkeit sorgen.
Wenn diese Aufgabenverteilung im Körper umgekehrt herum organisiert wäre, könnte das Myoglobin nicht genügend Sauerstoff durch den Körper transportieren, während das Hämoglobin zuviel Sauerstoff zu den Muskelzellen transportieren würde, was zu deren “Austrocknung” führen würde. Aber weder Hämoglobin noch Myoglobin transportieren Sauerstoff an die falsche Stelle, sondern erfüllen ihre von Gott vorgeschriebene Aufgabe jeweils absolut zuverlässig. Im Quran heißt es dazu:
Verlangen sie etwa eine andere als Gottes Religion? Ihm ergibt sich, was in den Himmeln und auf Erden ist, freiwillig oder widerwillig, und zu Ihm müssen sie alle zurück. (Sure 3:83 – al-Imran)
Die unhaltbaren Behauptungen der Evolutionisten hinsichtlich Hämoglobin und Myoglobin

Beide Moleküle, Hämoglobin und Myoglobin, haben nicht nur ähnliche Funktionen, sondern auch eine ähnliche Molekularstruktur. Ihre Häm-Gruppen unterscheiden sich nicht voneinander, und auch ihre Aminosäureketten sind in der gleichen Weise gefaltet. Die Evolutionisten halten diese Ähnlichkeiten für einen Beweis für die Richtigkeit ihrer Theorie und verkündeten 1959, beide seien “miteinander verwandt”.
Die Muskeln benötigen weniger Sauerstoff als andere Zellen des Körpers. Deshalb wurde ein anderes Molekül geschaffen, um Sauerstoff an die Muskeln zu verteilen. Während Hämoglobin den Bedarf des Gewebes mit den vier Sauerstoffmolekülen, die es befördert, stillt, gibt Myoglobin den Muskeln Leben mit seinem einzigen Sauerstoffmolekül. Diese besondere Organisation ist eine makellose Schöpfung GOTTES.
Aber viele Strukturen in der Natur sind molekular betrachtet ähnlich. Zwei Moleküle, die sich nur durch ein einziges Atom voneinander unterscheiden, können bereits völlig unterschiedliche Strukturen ausbilden. Selbst wenn die Atome gleich, aber ihre Bindung aneinander unterschiedlich ist, entsteht jenachdem aus dem einen Molekül ein köstliche Frucht und aus dem anderen ein Ast. Beide Moleküle sind unterschiedliche Moleküle mit im Grunde gleichen Eigenschaften. Es stimmt, dass sie ähnliche Strukturen haben. Aber trotzdem ist es irrational zu behaupten, Hämoglobin habe sich evolutionär aus Myoglobin entwickelt. Denn dafür gibt es auch nicht den Funken eines Beweises.
Das Myoglobinmolekül ist speziell dazu geschaffen, ein einziges Sauerstoffmolekül zu verteilen. Irgendwelche zufälligen Eingriffe in dieses Molekül würden es zerstören und funktionslos machen.
Die Evolutionisten behaupten, dass sich durch fortgesetzte Mutationen allmählich Myoglobin fortentwickelt habe zu Hämoglobin. Aber in Wirklichkeit verfügen beide Moleküle über eine jeweils distinkte und komplexe Struktur, die sie zu hochkomplexen chemischen Prozessen befähigt. Auch nur ein einziger Mutationssprung - selbst in kleinster Größenordnung - würde zwangsläufig zu einer strukturellen Funktionsstörung führen, weil die Aminosäurensequenz im Molekül derart empfindlich ist, dass sogar ein kontrollierter Eingriff, geschweige denn eine Mutation, das ganze Molekül sofort “außer Kraft setzen” würde. Wenn aber die Evolutionisten trotz allem recht haben sollten, dann müssten sie funktionierende Übergangsphasen zwischen Myogloboin und Hämoglobin nachweisen können, die effizienter wären als die vorherigen. Aber das können sie nicht.
Damit wird klar, dass es ein irreführendes und trügerisches Argument ist, Hämoglobin als eine “höherentwickelte” Form des Myoglobin beschreiben zu wollen. Die Wahrheit ist, dass Myoglobin nunmal die besondere Aufgabe hat, Sauerstoff ins Muskelgewebe zu leiten, und zwar genau dorthin. Dass es sich hinsichtlich seiner Eigenschaften von Hämoglobin unterscheidet und das Muskelgewebe vor Oxidation schützt, ist ein Beweis für die Göttliche Schöpfung. Warum sonst sollte es unterschiedliche “Transportsysteme” für Muskel- und andere Zellen geben?

Ein weiteres Erklärungsdefizit für die Evolutionisten besteht darin, dass sie den Ursprung des Myoglobin nicht erklären können, von dem sie behaupten, es sei die Frühform des Hämoglobin.
Rote Blutzellen dedinieren den Bedarf
Und wen Gott rechtleiten will, dem weitet Er die Brust für den Islam, und wen Er irreführen will, dem macht er die Brust so eng und bedrückt, als müsste er den Himmel erklimmen. So stratı Gott die Ungläubigen.
(Sure 6:125 – al-An‘am)
Rote Blutzellen sind sich offenbar bewusst darüber, was sie tun. Ständig zirkulieren sie durch den Körper, recherchieren den Bedarf und treffen Vorsorgemaßnahmen, wenn sie irgendwo im Körper auf anomale Situationen stoßen. Beispielsweise lagern sie Sauerstoff in einem gerade beanspruchten Zellgewebe ab, an dem sie “vorbeikommen”. Anschließend laden sie sich das Kohlendioxid auf, das durch die Oxidation von Zucker, dem Grundnährstoff des Körpers, entsteht. und transportieren es zwecks “Entsorgung” in die Lunge, wo sie erneut Sauerstoff aufnehmen.
Bei diesem Austauschprozess herrscht stets ein empfindlicher Gleichgewichtszustand, von dem schon die Rede war. Wo auch immer Sauerstoffbedarf besteht, dorthin bewegen sich die Roten Blutzellen. Sie entscheiden auch darüber, ob sich der Bedarf an Roten Blutzellen selbst im Körper erhöht hat. Diese Fähigkeit der Roten Blutzellen ist von eminenter Bedeutung. Denn durch diese Kontrollfunktion wird verhindert, dass die Zellen und Zellstrukturen an Sauerstoffmangel zugrundegehen.

Dieses Regulationsystem greift auch ein, wenn sich zum Beispiel beim Bergsteigen Veränderungen in Ihrem Körper ergeben. Denn umso höher Sie hinaufsteigen, desto schwieriger wird es, genügend Sauerstoff nachzuführen. Die Erdatmosphäre besteht zu 21% aus Sauerstoff, der sich jedoch in den niedrigeren Lagen konzentriert wegen des dort höheren Luftdrucks. Beim Aufstieg hat Ihre Lunge anfangs Probleme damit, sich der dünneren Luft anzupassen. Deshalb werden Sie auf dem Weg nach oben zunehmend lethargisch, die Beine werden schwer, Sie ermüden und werden sogar blässer. Das liegt daran, dass Ihr Körper und Gehirn nicht genug Sauerstoff bekommen, um sich so wohl zu fühlen wie zuvor.

Aber dieses Problem wird dank bestimmter, von Gott geschaffener Hilfsmechanismen in Ihrem Körper gelöst.

Zu allererst löst Ihr Körper in sauerstoffarmen Höhenlagen einen Alarmzustand aus. Daraufhin checkt er durch, ob die am meisten betroffenen Zellgewebe, vor allem das Gehirn, hinreichend mit Sauerstoff versorgt werden. Am wichtigsten ist dabei die Sicherstellung der Gehirnfunktionen, weil das Gehirn fast 20% des Sauerstoffgehalts im Körper beansprucht. Dies erfolgt durch das Atmungssystem und die Arterien.

Die meisten Blutgefäße in Herznähe sind mit “Messinstrumenten” ausgestattet, die sofort “ausschlagen”, wenn es im Körper zu einem Abfall des Sauerstoffdrucks kommt. Auch darin zeigt sich, mit welcher Umsicht Gott Ihren Körper gestaltet hat. Denn in diesem erhöhen die von Nervenzellen stimulierten Lungenmuskeln Ihre Atemgeschwindigkeit, um schneller und mehr Luft in die Lunge zu pumpen. Deshalb geraten Sie in Höhenlagen in Atemnot. Währenddessen jedoch hat Ihr Herz, das über ein eigenes Messinstrument verfügt, bereits Ihr Gehirn damit beauftragt, schneller und kraftvoller zu schlagen, damit der Sauerstoff schneller ins Zellgewebe gelangt.
Wir erschufen euch. Warum wollt ihr dann die Wahrheit nicht annehmen? Was meint ihr? Was bei euch an Samen austritt: Habt ihr es erschaffen oder sind wir die Schöpfer? Wir haben über euch den Tod verhängt. Doch Wir sind nicht daran gehindert.
(Sure 56:57-60 – al-Waqi'a)
Diese Maßnahmen sind jedoch nur vorübergehend. Andernfalls wäre Ihr Körper nämlich nicht in der Lage, die Metabolismusveränderung lange auszuhalten, und Sie würden schon bald von schrecklicher Müdigkeit befallen. Deshalb bereitet Ihr Körper, gewissermaßen hinter den Kulissen, eine dauerhaftere Lösung des Problems vor.
Bei niedrigem Luftdruck ist weniger Sauerstoff in der Luft. Um dennoch die Sauerstoffversorgung des Körpers aufrechtzuerhalten, wird zügig die Produktion Roter Blutzellen gesteigert. Einige Stunden nach Beginn Ihrer körperlichen “Krisenerscheinungen” während Ihrer Bergtour entschließt sich Ihr Körper, sich den veränderten Umweltbedingungen anzupassen. In den Nieren, teilweise auch in der Leber, wird dann ein Hormon namens Erythropoetin ausgeschüttet, Dieses Hormon stimuliert das Rückenmark zur Steigerung der Produktion Roter Blutzellen. Innerhalb von 4-5 Tagen wimmelt es dann in Ihrem Blutkreislauf von neuen Zellen, die wie eine Task Force fungieren. Nach etwa weiteren 10 Tagen nimmt dann die Produktion von Erythropoetin wieder ab, weil sich dann der Körper an die neuen Bedingungen angepasst und den vorübergehenden Notstand überwunden hat.34
Dieser Anpassungsprozess ist wahrhaft erstaunlich. Bei Menschen, die zwischen Meereshöhe und 1800 Meter Höhe leben, finden sich etwa fünf Millionen Rote Blutzellen in einem Blutstropfen, in einer Höhenlage von, sagen wir 4200 m, sind es etwa sieben Millionen Rote Blutzellen.
Mit steigenden Höhenmetern finden in den Roten Blutzellen verschiedene chemische Veränderungen statt, die alle darauf abzielen, die Aufnahmefähigkeit für Sauerstoff durch das Hämoglobin zu erhöhen. Dadurch wird die Transportgeschwindigkeit des Hämoglobin gesteigert. Auch die anderen Organe und Gewebestrukturen passen sich entlang dieser Vorsichtsmaßnahmen des Körpers an die neuen Höhenbedingungen an. Um den Anteil des zu den Muskeln transportierten Sauerstoffes so weit wie möglich zu reduzieren, kommt es zu einer sichtbaren Muskelkontraktion. Durch all diese Maßnahmen während der Anpassungszeit von 15-20 Tagen verspüren Sie anfangs leichte Kopfschmerzen. Aber dann normalisiert sich Ihr Puls wieder, und auch ohne tiefe Atemzüge fühlen Sie sich wieder wohl.35
Sind es etwa Sie selbst, der all das kontrolliert? Viele Menschen, die infolge Sauerstoffmangels immer blasser werden, sind sich in keiner Weise bewusst, welch einen Rettungsmechanismus sie in sich tragen. Aber woher stammt er? Kann ein derart sensibler Mechanismus im Lauf der Zeit durch zufällige Mutationen entstanden sein, wie die Darwinisten behaupten? Angesichts eines derart perfekten Systems wird jeder vernünftig denkende Mensch unschwer erkennen, dass hier Gott als Schöpfer am Werk war. Die Organe, die die Blutzellenproduktion steuern, das Zellgewebe, das Vorsichtsmaßnahmen ergreift, das Herz und die Adern, die zusammenarbeiten, um die Gehirnfunktionen zu sichern, die Stimulantien, die die Enzymproduktion regulieren, die Nieren und die Leber, die die Enzymproduktion steigern, all die Zellen, die ständig aktiv und aufeinander abgestimmt sind, jedes Protein, jedes Enzym, jedes Molekül und jedes Atom sind Wunderwerke. Und niemals kommt es im ganzen Körper zum Durcheinander.
In größeren Höhen – bei 4200 Metern zum Beispiel – hat der Körper 7 Millionen Rote Blutkörperchen in einem Tropfen Blut. Diese erhöhte Zahl roter Blutkörperchen, viel größer als normal, ist eine Schutzmaßnahme, um dem Menschen das Überleben in Höhen mit niedrigem Sauerstoffgehalt zu ermöglichen.

Menschen, die in 1800 Meter Höhe über dem Meeresspiegel leben, haben nur 5 Millionen Rote Blutkörperchen in einem Tropfen Blut. Dieser Wert ist in solchen sauerstoffreichen Regionen ausreichend für die normalen Körperfunktionen.
Dieses ganze wundersame “Räderwerk” ist das makellose und vollkommene Werk Gottes. Er hat alle Dinge  erschaffen und herrscht überall über alles. Alles auf Erden und alle Elemente dieses Systems stehen unter Seiner Kontrolle. Gott ist der allmächtige Herrscher, Der alles leitet und im Gleichgewicht hält. (al-Mudabbir). Alles auf Erden ist Seine Manifestation und gehorcht Ihm, denn Er ist der Herr des Universums. Sein ist die Schöpfung  und Sein ihre Herrschaft. Gott selbst hat diese tiefe Wahrheit im Quran ausgesprochen:
Derart ist Gott, euer Herr! Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Schöpfer aller Dinge. So dient Ihm alleine. Er ist der Hüter aller Dinge. Kein Blick erfasst Ihn. Er aber erfasst alle Blicke. Und Er ist der Unfassbare, der Kundige. (Sure 6:102-103 – al-Anám)
Das Gehirn verbraucht etwa 20 % des Sauerstoffs, den die Lunge aufnimmt. Wenn Sauerstoffmangel entsteht, ist das Gehirn das erste Organ, das geschützt werden muss. Das Herz und das Kreislaufsystem verfügen über verschiedene Eigenschaften, die vor allem dafür geschaffen wurden, das Gehirn als wichtigstes Organ zu schützen. Mittels verschiedener Vorkehrungen wird der von der Lunge aufgenommene Sauerstoff durch den Blutkreislauf zuallererst zum Gehirn geschickt.
Rote Blutzellen am Ende ihrer Lebensspanne
Gegen Ende ihrer 120 tägigen Odyssee durch den Körper lassen die Roten Blutzellen in Ihrer Aktivität nach. Umso älter sie werden, desto verletzbarer werden sie. Ihre immer empfindlicher werdende Zellmembran kann reißen, wenn sie sich durch enge Stellen des Blutkreislaufs ”quetschen” müssen. Und mit ihrem Durchmesser von 8 Mikrometer ist diese Gefahr besonders groß, wenn sie durch nur die 3 Mikrometer breite Rote Milzpulpa hindurch müssen. Aufgrund dieser Beschränkung finden sich besonders viele Rote Blutkörperchen im Milzgewebe. (Sobald man aus irgendeinem Grund die Milz aus dem Körper entfernt, steigt die Menge der anomalen und älteren Zellen im Blut, weil die natürliche Ausfilterung nicht mehr stattfindet.)
Am Ende ihres Lebens werden Rote Blutzellen von Makrophagenzellen in bestimmten Körperregionen aufgelöst, vor allem in Leber, Milz und Rückenmark. Während dieses Vorgangs wird das Hämoglobin in der abgestorbenen Blutzelle freigesetzt. In den anschließenden wenigen Stunden trennen die Makrophagen das Eisen vom Hämoglobin, das von Blutstrom entweder ins Rückenmark zwecks Neuproduktion von Roten Blutzellen oder in die eisenspeichernden Regionen in Leber und anderen Zellgeweben transportiert wird, wo es für eine spätere Verwendung aufbewahrt wird. Die Makrophagen wandeln das verbleibende Hämoglobin um in ein Gallenpigment.36 Vereinfacht ausgedrückt: Die “Bauelemente” der abgestorbenen Zellen werden im Lauf der Zeit vom Körper recycelt, ohne dass etwas verlorengeht.
Aber wer hat sich je darüber Gedanken gemacht und warum? Jeder Körper besteht nur aus Atomen und Molekülen.  Wie war es möglich, dass sie gelernt haben, “Abfallstoffe” zu entsorgen und andererseits Substanzen zu speichern, die irgendwann später gebraucht werdem, wie zum Beispiel Eisen? Offensichtlich liegt all dem ein Plan zugrunde. Warum sonst gäbe es den Mechanismus, dass Makrophagen abgestorbene Rote Blutkörperchen “auffressen”? So etwas kann nur eine Manifestation des Willens Gottes sein, Der alles erschaffen hat, alle Dinge, alle Lebewesen, uns Menschen, jedes Atom und Molekül in unseren Körpern.
WAS PASSIERT MIT DEN ALTEN ROTEN BLUTKÖRPERCHEN?
Die Roten Blutkörperchen, die an ihr Lebensende kommen, werden von Makrophagenzellen abgebaut, hauptsächlich in der Leber, der Milz und im Knochenmark. Makrophagen setzen das Eisen des Hämoglobins im Blut frei, um es zu speichern. Der Rest des Hämoglobinmoleküls wird in ein Gallenpigment umgewandelt. Kein Überbleibsel der Zelle wird vergeudet, sondern in verschiedene Regionen des Körpers zum Recycling geschickt.
Selbst der kleinste Fehler, der innerhalb der körpereigenen Arbeitsteilung entsteht, kann zu schweren Störungen führen, ja sogar zum Tod. Da dem so ist, können dann all diese faszinierenden Mechanismen im Lauf der Zeit und nur zufällig entstanden sein? Das ist völlig unmöglich. Ohne jene Enzyme, die das Recyceln von Eisen ermöglichen, würde der Körper an Eisenmangel zugrundegehen. Wenn die für die Produktion Rroter Blutkörperchen zuständigen Hormone nicht ihre Aufgabe erfüllen würden, würde die notwendige Menge Roter Blutkörperchen dramatisch fallen. All diese Systeme müssen bei Strafe des Untergangs eng zusammenwirken. Und genau das tun sie auch, jedes Teichen und jede Komponente in unserem Körper. Eben darin offenbart sich die Allmacht Gottes.

Eben deshalb sind die Behauptungen der Darwinisten hinsichtlich der Rolle des Zufalls und der evolutionären Entwicklung der Lebewesen so haltlos und gespickt mit unsinnigen Pseudobeweisen. Rote Blutkörperchen, die alle Körperzellen mit Sauerstoff versorgen, sind nur denkbar in Verbindung mit dem Rückenmark, wo sie produziert werden; die ihr Zelleben beendenden Makrophagen gehören untrennbar zum Hämoglobin, ebenso wie das Blutplasma, in dem es sich bewegt, und die dazu notwendigen Blutgefäße, in denen all dies stattfindet. Dazu gehören auch all die Enzyme und Hormone, die die notwendige Zellteilung erst ermöglichen - und natürlich das Herz, jenes Organ, das alles in Gang hält, um seine Aufgaben erfüllen zu können. Das Fehlen auch nur einer einzigen all dieser Komponenten würde die Roten Blutkörperchen sinnlos machen. Deshalb ist es schlechterdings unsinnig, das absolut zuverlässige Funtionieren dieses Systems aus zufälligen Übereinstimmungen oder evolutionären Prozessen ableiten zu wollen.

Jeder Prozess in unserem Körper, jede Art von Arbeitsteilung und jedes Enzym, das dabei unterstützend tätig ist, ist von Gott erschaffen worden und seinem Willen unterworfen. Das gilt für jeden Menschen, der je auf dieser Erde gelebt hat, und genauso für jeden Menschen, der zum Beispiel dieses Buch über die Wunder Gottes gerade liest. Es gibt dafür keine andere Erklärung als die der Göttlichen Schöpfung, alle anderen Erklärungsversuche sind von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Jeder Willige ist in der Lage, dies zu sehen, wie es Gott im Quran offenbart hat:

Gott ist der Schöpfer aller Dinge, und Er ist aller Dinge Erhalter. Sein sind die Schlüssel der Himmel und der Erde. Und diejenigen, welche an die Botschaft Gottes nicht glauben - sie sind die Verlierer. (Sure 39:62-63 – az-Zumar)
DIE MENSCHEN KÖNNEN NUR MIT DER LIEBE ZU ALLAH BEHAGLICHKEIT FINDEN
KONFERENZEN MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' IN BERLIN - DEUTSCHLAND, AM 17-18 APRIL, 2010 KONFERENZ MIT DEM THEMA ''DER NIEDERGANG DER EVOLUTIONSTHEORIE UND DIE WAHRHEIT DER SCHÖPFUNG'' – 28 MAI. 2010, DARMSTADT

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DIE LÖSUNG ALLER PROBLEME: DIE WERTE DES QURAN

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